Das Millenium Front Theater sucht Dich!

17. Juli 2013

Vom 23. Sept. bis zum 6. Okt. 2013 werden im Rahmen eines großen internationalen Theater- und Autorenprojekts unter dem Namen „Völkerschlachten NRW“, einer Kooperation von phoenix5 Theaterproduktion Münster und fringe ensemble Bonn fünf Schauspieler und insgesamt drei bis vier Autoren aus verschiedenen Ländern Europas auf der Aaseewiese Nähe Möwenpick Hotel zusammen leben und arbeiten. Das Besondere dieses Aufenthaltes ist die gemeinsame Arbeit einer Gruppe von Spielern und Schreibern verschiedener Herkunft und Sprachen und mit unterschiedlichen Bezügen zu Kriegen und Völkerschlachten. Mehr Informationen zum Projekt gibt es auf  www.voelkerschlachten.net

Um dieses Zusammenleben und die abendlichen Vorstellungen realisieren zu können, brauchen wir viele engagierte Helfer in den unterschiedlichsten Bereichen!

Arbeitsbereiche:
– Service (Kassendienste, Künstlerbetreuung, Thekendienst, …)
– Öffentlichkeitsarbeit (Blog-Betreuung, Video/Foto-Dokumentation,…)
– Technik (Proben- und Abendbetreuung, Veranstaltungstechnik)
– Ausstattung (Bühne und Kostüm)

Was wir bieten:
– abwechslungsreiche Arbeit mit internationalen Künstlern
– die Möglichkeit, in verschiedensten Bereichen in einem großen Team mitzuarbeiten
– freier Eintritt zum „Feldlager“ und zu allen Veranstaltungen im Rahmen von „Völkerschlachten“

Was wir erwarten:
– Engagement, Zuverlässigkeit
– Flexibilität
– passable Englischkenntnisse
– mind. 3 Tage Zeit

Es kann leider keine finanzielle Vergütung geben. Bewerbungen (Kurzlebenslauf) und eine vorläufige Angabe, welche Bereiche interessant wären, am besten per E-Mail bitte an:
Harald Redmer / redmer@phoenix5.de

Theater Operation im Buchladen

19. Juni 2013

Wir möchten uns nicht nehmen lassen, an dieser Stelle auf den neusten Clou unseres geschätzten Kollegen Tu?sal Mogul hinzuweisen: Gemeinsam mit Alfred Simon zeichnet er für die Herausgabe einer neuen Publikation verantwortlich, die jüngst im LIT-Verlag Münster erschienen ist. Intensiv erleben – Menschen in klinischen Grenzsituationen reflektiert die Erfahrungen, die das Theater Operation seit seiner Entstehung im Jahr 2008 mit der Verschränkung von Theaterformen und Realitäten im Alltag der Medizin gemacht hat.

Die Theaterabende SOMNIA und Halbstarke Halbgötter sowie das Symposium Der Traum der Medizin, allesamt in Partnerschaft mit dem Theater im Pumpenhaus entstanden, begründen ein neues Feld, in dem das Theater zum Reflexionsraum für Patienten, Angehörige und Angestellte im medizinischen Bereich wird. Intensiv erleben – Menschen in klinischen Grenzsituationen gibt nun einen profunden Einblick in Schnittstellen von Moguls Theaterarbeit zu soziologischen, philosophischen und künstlerischen Wissensbereichen.

Bestellungen richten Sie bitte an:
Akademie für Ethik in der Medizin
Humboldtallee 36
370773 Göttingen
Tel. 0551.39-9680
Mail: info(at)aem-online.de

Offener Brief an Ulrich Peters

 
 
 
 

12. Juni 2013

an Ulrich Peters
Generalintendant des Theater Münster

Lieber Ulrich Peters,

ich bin bestürzt über Deine Äußerungen zur „Freien Szene“, die die MZ am Dienstag (11.06.13) veröffentlicht hat. „Klas und Rohleder kritisierten, das Stadttheater würde sich mit der freien Szene „entsolidarisieren“. Intendant Ulrich Peters schoss gestern scharf zurück: ‚Wir müssen nicht noch mehr schlechte Schauspieler und Tänzer fördern’, sagte er. Die freie Szene müsse zeigen, wo sie besser sei als das Theater.“

Gestern hat mich das sprachlos gemacht. Deine Wertung ist sachlich falsch. Und was in meinen Augen noch schlimmer ist, ist die Haltung, die aus Deinen Äußerungen spricht: sie ist arrogant und verletzend.

Eine – für Münster dringend notwendige – gemeinsam zu führende qualifizierte Diskussion über die Formen und Funktion ästhetischer Praxis in und für unsere Stadtgesellschaft wird so tendenziell unmöglich. Den von Dir angelegten Wertekanon halte für diskussionswürdig angesichts der allgemeinen Entwicklung der europäischen Theaterlandschaft in den letzten 30 Jahren.

Ich bin davon überzeugt, dass wir einen gemeinsamen Diskurs der Akteure des kulturellen Feldes auf Augenhöhe benötigen. Und dass es in der Zukunft darauf ankommen wird, partnerschaftlich kooperative Praktiken zu initiieren und aufzubauen. Die Umsetzung dieser beiden Ziele, die nicht nur in meiner Agenda absolute Priorität haben, wird durch Deine aktuellen Äußerungen gefährdet.

Wir brauchen einen Klimawandel.

Bestes von

Ludger Schnieder

Leiter Theater im Pumpenhaus

Münster in Bewegung: In was für einer Stadt wollen wir leben?

6. Juni 2013

In den letzten Tagen überschlagen sich die Ereignisse. Die Debatte um die unsichere Zukunft des städtischen Theaters findet nicht mehr auf der einsamen Insel statt, sondern setzt sich ins Verhältnis zum großen Bild des kulturellen Geschehens in Münster. Zum Beispiel heute bei einer Bürgeranhörung der SPD.

Konstatiert der Kölner Gastkünstler Jürgen Stollhans in seiner aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle noch die Unfähigkeit Münsters zur Innovation, und die gleichzeitige Tendenz zur Musealisierung, so ist doch festzustellen, dass eine Vielzahl kleiner Akteure im freien Kulturgeschehen einen wesentlichen Beitrag zu einer kulturellen Polyphonie in der Stadt leisten. Kurz: gemeinsam mit einem ganzen Ensemble großer und kleiner Kulturinstitutionen in der Stadt, wird hier federführend an einer demokratischen Stadtgesellschaft gearbeitet. Oftmals allerdings fast unbemerkt rutschen die Künstler in einer leuchtturmorientierten Kulturförderpolitik in ein Leben unter dem Existenzminimum. Austausch auf Augenhöhe wäre der erste Schritt zu einer neuen Verteilungsgerechtigkeit. Das will unter anderem die neu gegründete Initiative MONOKULTUR anregen.

Es bleibt spannend! Wir freuen uns jedenfalls auf ein produktives Stimmengewirr in der nächsten Zeit.

Pumpenhaus-Koproduktion im Rahmen des neuen Residenzstipendiums Freiwilderer Tanz 2013

29. Mai 2013

Nach dem tränenreichen Abschied von Samir Akika + Gefolge im Spätsommer des letzten Jahres, mussten wir Anfang des Jahres einen weiteren Abgang in der hiesigen Tanzszene hinnehmen: Mit Jennifer Ocampo Monsalve verließ eine Choreografin und Tänzerin Münster, die über lange Jahre die Stadt mit ihren tänzerischen und choreografischen Arbeiten bereichert hat. Umso glücklicher schätzen wir uns, dass ihre neue Arbeit „Persona“ wieder in Koproduktion mit dem Pumpenhaus und in Zusammenarbeit mit Marcela Ruiz Quintero (die einigen noch aus der Vorgängerarbeit „Happy Planet“ bekannt sein dürfte) entsteht. Wenn alles klappt wie geplant, wird es im Frühjahr 2014 im Pumpenhaus die Auseinandersetzung der beiden Frauen aus Berlin um hybride Identitäten à la Ingmar Bergman im Spannungsfeld von Tanz, Migration und Frauenleben zu sehen geben. Grade drücken wir den beiden Damen beide Daumen für’s Gelingen der Förderanträge!

Warum erzählen wir das alles? Um zu gratulieren: In der zweiten Juniwoche werden Jennifer Ocampo Monsalve und Marcela Ruiz Quintero in Köln ihre Probearbeiten aufnehmen. Und zwar im Rahmen des neuen Residenzstipendiums „Freiwilderer Tanz 2013“. Die Kölner Choreografin Stephanie Thiersch und ihre Kompanie MOUVOIR stellen erstmals drei jungen KünstlerInnen und -kollektiven ihre professionellen Arbeitsräume in der Freihandelszone zur Verfügung. Noch ein Projekt also, bei dem es sich lohnt, hinzuschauen.

Und noch was aus Berlin: Unsere Freunde und Kooperationspartner Monster Truck stehen erneut mit ihrem grandiosen Dschingis Khan auf der Bühne – dieses Mal in der Schweiz! Schaut hier: wildwuchs Festival.

andcompany&Co besetzen die Impulse Theater Biennale!

07. Mai 2013

Kaum den letzten Text unseres „freundschaftlichst verbundenen Kapitalismus-Kehraus-Kollektivs“ (s.u.) zu Ende gelesen, gibt’s schon die nächsten erfreulichen Neuigkeiten. Wie wenige Andere treiben andcompany&Co Kritik und Spaß auf der Bühne zu neuen Höchstformen. Die Pumpenhaus-Koproduktion „Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller“ ist mit einer Einladung zur diesjährigen Impulse Theater Biennale NRW ausgezeichnet worden. Wer also noch- oder erstmals Teil dieser Probe zum Aufstand und damit auch der temporären Besetzung des Theaters sein möchte, für den ist vom 27. – 29. Juni die studiobühne köln der Ort der Wahl.

www.andco.de

Monster Truck und Theater Thikwa mit „Dschingis Khan“ zu Gast auf dem Heidelberger Stückemarkt

30. April 2013

Hereinspaziert zur Völkerschau und zur großen Verwirrung im Diskriminierungs-Diskurs! Dieses Mal geht der Vorhang für Monster Truck am 1. Mai auf dem Heidelberger Stückemarkt auf. Wir gratulieren unserer Koproduktion zum Erfolg und empfehlen allen Pumpenhaus-Fans im Süden des Landes dringend den Besuch dieses „Dschingis Khan“ der anderen Art. Gemeinsam mit dem Theater Thikwa bringen die Gießener Performance- und Kirmes-Spezialisten Monster Truck ein denkwürdiges Ereignis um die Toleranzgrenzen von Gesellschaft und Theater auf die Bühne – macht Spaß!

www.theaterheidelberg.de
www.monstertrucker.de
www.thikwa.de

Anarchie der Zukunft: Ausdrucksformen innovativer Protestbewegungen

22. April 2013
Anarchie der Zukunft: Ausdrucksformen innovativer Protestbewegungen!

Der Cheftheoretiker des mit uns freundschaftlichst verbundenen Kapitalismus-Kehraus-Kollektivs „andcompany&Co“ – zuletzt im Pumpenhaus zu sehen mit unserer Koproduktion „Der (kommende) Aufstand nach Friedrich Schiller“ – Alexander Karschnia ist wieder einmal in sich gegangen und hat einen sehr lesenswerten Text für die BerlinerGazette geschrieben. Es geht um den „kommenden Aufstand“, occupy und „arabellion“. Hier gehts zum Text: http://berlinergazette.de/anarchie-der-zukunft