Hajusom – Paradise Mastaz

Hajusom1

 

Schauspiel/Figurentheater // Sa 15.06., 20.00 Uhr + So 16.06., 11.00 Uhr

Hajusom

Hamburg/Bamako (Mali)
Paradise Mastaz

Nach ihrem großartigen Erfolg mit der preisgekrönten Musiktheaterproduktion HAJUSOM IN BOLLYLAND hat die transnationale Performancegruppe für PARADISE MASTAZ ihr Personal um besondere Experten erweitert. Schräge Schaumstoffpuppen als europäische Touristen (gebaut mit der legendären Berliner Puppentheatergruppe Das Helmi) und hölzerne Marionetten in westafrikanischer Bauart als Protagonisten der Migration werden von den Performern auf den Weg gebracht. Auf ungleichen Reiserouten sind sie alle auf der Suche nach einem ominösen “Paradies” und verheddern sich dabei nicht nur im Kampf mit wechselseitigen Klischees und Projektionen. Hajusom nimmt die Fäden in die Hand und zeigt, wer die wahren Meister des Paradieses sind und wie die Strippenzieher im globalen Spiel der Macht aufgebaut und demontiert werden. Viktor Marek und Knarf Rellöm lassen mit ihren Live-Beats Puppen und Performer tanzen.

Für junge Zuschauer ab 12 Jahren

Von und mit 
P. Aghamohammadi, J. Amponsah, M. Babjie, A. Badi Maiga, A.M. Comoe, Z. Darko, F. Di Bari, F. Fadai, O. Khademsaba, A. Nhung Le, I. Lokolong, S. Owusu, R. Rezai, D. Robert, P. Schätz, B. Schätz Regie/Künstlerische Leitung E. Huck, D. Reinicke
 Co-Regie K. Oberlik 
Puppenbau Ensemble mit N. Loycke, Y. und O. Coulibaly
 Musik V. Marek, K. Rellöm, E. Boadu, R. Hassani Choreografie C. Gülec, F. Kakyire, S. F. Lampert
 Kostüm J. Plate 
Raum M. Lohmann 
Assistenz Raum/Kostüm S. Gottstein
 Regie-Assistenz E. Brandt 
Lichtdesign M. Lentner-Niyorugira
 Sounddesign M. Horstmann
 Programmierung Blog L. Saure 
Produktions-Assistenz A. Marzak
 Projektkoordination/Öffentlichkeitsarbeit J. zur Lippe
Koordination Austausch Mali S. Bergh
Management Théâtre Sogolon F. Cheikhou Coulibaly
 Koordination Gastspiel J. Lüthje 
Praktikant J. Ben Apelt
 Video-Dokumentation M. Menneking
 Foto A. Thaysen 
Grafik Goldhafen 

Dank an L. Hofmann, Dostan Catering – etwas Anderes Eine Koproduktion von Hajusom e.V. mit Kampnagel Hamburg, Theater Pumpenhaus Münster, FFT Düsseldorf  Förderer Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, Hamburgische Kulturstiftung, Fonds Darstellende Künste, Norddeutsche Stiftung für Umwelt und Entwicklung, Goethe Institut, Kirchlicher Entwicklungsdienst Unterstützer Aktion Mensch, Kulturbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg, UNO Flüchtlingshilfe, Hamburger Stiftung zur Förderung von Wissenschaft und Kultur, Kids & Friends Stiftung

www.hajusom.de

14,- / erm. 9,- € (Kinder bis 15 Jahre frei!)

Pumpenhaus unterwegs: Mit Tugsal Mogul auf dem Taksim Square

12.06.2013

Pumpenhaus unterwegs: Mit Tugsal Mogul auf dem Taksim Square

Das Pumpenhaus ist seit langer Zeit ein international vernetzter Ort. Daher möchten wir an dieser Stelle auf ein dringendes Anliegen unseres engen deutsch-türkischen Freundes Tugsal Mogul hinweisen, der seit Jahren mit seinem Theater Operation das Geschehen im Haus mitgestaltet. Mit Entsetzen begleitet er das aktuell entgleisende politische Geschehen in Istanbul rund um den Taksim Square, wo sich ein einstmals demokratisch regiertes Land innerhalb von kürzester Zeit in eine brutale Autokratie zu verwandeln scheint.

Tugsal wies uns auf einen offenen Brief hin, der vor einigen Tagen von Serdar Deniz aus der Türkei verbreitet wurde. Wir zitieren:

“Es begann alles mit einer friedlichen Demonstration gegen die Abholzung 80-jähriger Bäume eines Parks (Geziparki) mitten im Taksim Square, wo der türkische Ministerpräsident Erdogan völlig starrköpfig gegen alle Proteste und Einwände eine Kaserne aus dem Osmanischen Reich mit integriertem Einkaufszentrum wiederaufbauen bzw. errichten wollte.

Der Stand der Dinge nach fünf Tagen Widerstand: Die türkische Polizei hat nun die Identifikationsnummern auf ihren Helmen bedeckt. Könnt ihr Euch denken, was das heißt? Sie greifen uns friedliche harmlose Demonstranten, die singend und tanzend gegen die Regierung und Ministerpräsident Erdogan mit Plakaten protestieren mit Einsatztruppen, Wasserwerfern, CS-CR Gas und Plastikgeschossen brutal an.Zivilpolizisten streifen nachts mit Knüppeln, Eisenstangen und Holzknüppeln, an denen Nägel befestigt sind, und schlagen auf alles, was sich bewegt.

Ich bin selbst mit Gasmaske, Schutzbrille, Proviant und Hilfsmaterial vor Ort. Wir geben nicht auf. Wir verarzten, verpflegen und helfen uns gegenseitig. Um uns vor den brutal angreifenden Polizisten zu schützen, müssen wir in Gruppen stehen und Barrikaden aufstellen.Dazu müssen wir aufstellen, was uns in die Hände kommt – Busse, Autos, Steine, Pflanzenkübel, Sitzbänke, Gitter…alles, einfach alles.

Es bleibt uns nichts anderes übrig, um uns zu schützen.

Wir haben hunderte Verletzte und leider auch schon einige Tote. Sie schießen mit Gaskapseln direkt auf die Menschen. Das sind dicke Geschosse, die mit riesiger Wucht auf Köpfe und Körper aufschlagen. Unsere einzige Kommunikation läuft über Facebook und Twitter.Die türkische Presse schweigt aus Angst. Außer HalkTV, einem winzigen mutigen Sender, den vorher kaum einer kannte, berichtet niemand. Ministerpräsident Erdogan hat alle Sender und Zeitungen unter seiner eigenen Kontrolle und lässt keine Nachrichten ans Volk übermitteln. Die Hälfte der Türkei weiß noch nicht einmal, was hier gerade passiert.”

Als europäische Nachbarn sind wir alle verantwortlich, im allgemeinen Klima von Kapitalsteigerungen und Spardiktaten ein besonders waches Auge auf die internationalen Entwicklungen in Sachen Meinungs- und Pressefreiheit zu haben. Die Errungenschaften einer pluralistischen Gesellschaft dürfen auch in Zeiten tiefgreifender Wandlungsprozesse nicht ihre Gültigkeit verlieren. Es sei an dieser Stelle auch abschließend auf die medienpolitischen Pläne in Griechenland verwiesen: http://www.focus.de/finanzen/news/staatsverschuldung/sparmassnahmen-in-griechenland-athen-stellt-staatlichen-rundfunk-ein_aid_1011674.html

Möglichkeiten, sich direkt über das Geschehen in Istanbul zu informieren:
HalkTV (“Volks-TV”): www.halkhaber.tv
Facebook und Twitter unter #occupygezi, #direngeziparki (einfach bei Google eingeben)


Panaibra Gabriel Canda – THE MARRABENTA SOLOS

Tanz // Mi 12.06., 20.00 Uhr

Panaibra Gabriel Canda

(Mosambik)
THE MARRABENTA SOLOS

Der Körper ist Geschichte. In diesem Fall: die jüngere Historie Mosambiks. Im Leib und Tanz des afrikanischen Künstlers Panaibra Gabriel Canda spiegeln sich die Zerrissenheiten. Des Landes, der Biographien, der Sehnsüchte. Sichtbar gemacht mit minimalen, eindringlichen Gesten. Manchmal im Handumdrehen. Seit der Unabhängigkeit von Portugal 1975 hat Mosambik fortwährend Verwerfungen erlebt. Politische, soziale, emotionale. Die sind unter die Haut gegangen. Der Körper in der Revolte.

Panaibra Canda unternimmt nun auf der Bühne eine tänzerische Selbstbefragung. Bewegt sich zwischen Afrika und Europa. Zwischen den Extremen und Zeiten. Gestern Kolonialismus, Nationalismus, Kommunismus und Militarismus. Heute fragile Demokratie und Suche nach individueller Freiheit. My own private body. Begleitet wird der Soloperformer vom Gitarristen Jorge Domingos. Der spielt Marrabenta, eine Musik, die in den 50er Jahren entstanden ist. Aus afrikanischen und europäischen Einflüssen. Noch eine Geschichte mit Nachhall.

Choreografie/Tanz Panaibra Gabriel Canda
Musik Jorge Domingos – inspiriert von Marrabenta-Musikern/-Komponisten wie Fany Trio, Fany Fumo, Gatika, Albino Mandlaze, Xidiminguana, Feliciano »Pachu« Gomes; »povo que lavas no rio« von J. Campus in einer Interpretation von Amalia Rodrigues
Texte Panaibra Gabriel Canda
Lichtdesign Myers Godwin
Licht Aude Dierkens
Kostüme Mama Africa, Lucia Pinto
Produktion Culturarte (Maputo)
Koproduktion SyltQuelle Cultural Award for Southern Africa 2009, Goethe-Institut Johannesburg Unterstützer Kunstenfestivaldesarts, Bates Festival, Panorama Festival, VSartsnM, Goethe-Institut
Dank an Jesse Manno, Dan Minzer, Leah Wilks, Cynthia Oliver, Elsa Mulungo, Timoteo Canda

14,- / erm. 9,- €

Tanztheater Hagazussa / Marienschule Münster

Schauspiel // Di 11.06., 20.00 Uhr

Tanztheater Hagazussa / Marienschule

(Münster)
Vergegenkunft

Ein Generationen übergreifendes Projekt

„Unser Ich besteht aus einer Schichtung aufeinanderfolgender Zustände. Doch diese Schichtung ist nicht starr wie die eines Berges. Immer wieder führen Aufbrüche im Inneren alte Lagen an die Oberfläche empor.“ (M. Proust. Auf der Suche nach der verlorenen Zeit.)

Anhand von Erzählungen und verschiedenen Lebensabschnitten haben fünf Jugendliche im Alter von 15 bis 18 und fünf Erwachsene im Alter von 70 bis 83 Jahren  gemeinsam Szenen über das Altern und Alter erarbeitet.

In den Alten steckt die junge Frau, steckt  das Kind. Auf der Suche nach dem Ende kommt der Beginn ins Blickfeld. Die Zeiten geraten durcheinander. Sie tanzen einen wirren Tanz, von der Geburt bis zum Jetzt – ein quirlig, tänzerischer, ereignisreicher Weg durch das Leben der Alten in Verbindung mit dem inneren Kind.

Die Welt dreht sich, und wir drehen uns mit. Wer stehen bleibt, rutscht zurück, wird überholt, überrollt, fällt, taumelt – ins Leere.

ES SPIELEN Regine Binder, Monika Bußmann, Marieke Fritzen, Shayel Klaßing, Eleonore Laubenstein, Irene Morlo, Ulrike Püttmann, Frederike Scheibe, Eva-Dorothy Steinberg, Anne Rothenpieler
REGIE UND SPIELLEITUNG Christa Reißmann
GRAFIKDESIGN Marieke Fritzen
LICHT Volker Sippel
TON Christa Reißmann
EINE PRODUKTION im Rahmen von PUSH – Pumpenhaus und Schule

5,- €

Die Adam Riese Show

Talkshow // So 09.06., 19 Uhr

Die Adam Riese Show

Adam Riese, der Wortakrobat unter den zungenplumpen Westfalen, lädt sich eine Riege ebenbürtiger Alleinunterhalter aufs Talksofa ins Pumpenhaus. Moderator Matthias Bongard, der nach dem Studium in Münster (Turnen und  Heimat kunde!) auf etlichen Radiokanälen funkte und  mittlerweile auch im WDR-Fernsehen redegewandt präsent ist. Jens Heinrich Claassen, der zu seinen Bühnenauftritten als Comedian von Mama und Papa gefahren wird, und der das seltene Talent besitzt, Klavierspiel mit Humor zu vereinen. Und last but not least Christiane Hagedorn, die als Schauspielerin und Sängerin gleichermaßen Furore macht und sich gerade auf die Hauptrolle in der Musicalversion von »Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs« vorbereitet. Die Showband Markus Paßlick und  seine Original-Pumpernickel wird versuchen, hinter dieser  geballten Stimmkraft nicht zurückzustehen. Die reizende  Assistentin Isabelle lächelt sich derweil schon mal warm.

Showmaster Adam Riese
Gäste Matthias Bongard, Jens Heinrich Claassen, Christiane Hagedorn
Musik Markus Paßlick und seine original Pumpernickel (Altfrid M. Sicking, Jürgen Knautz, Markus Paßlick)
Show-Assistentin Isabelle Bettmer
Technik Volker Sippel, Hirzel Hirzelnsen
Redaktion Peter Sauer
Unterstützer Kunsthaus Angelmodde, Krukenkamp am Kai, Rottmann Rüther Haarmode Münster

www.adamriese.net

16,- / erm. 10,- €

THEATER SYCORAX – Lohnarbeit und Liebesleid

Schauspiel // Mi 5., Do 6., Fr 7. und Sa 8. Juni, 20 Uhr

THEATER SYCORAX

Münster
Lohnarbeit und Liebesleid

von Johanna Kaptein
Schöne neue Arbeitswelt! Gut, das Auskommen schwindet. Ein Entkommen gibt es nicht. Aber schließlich kann man sich ja immer noch den Strick nehmen. Wie der freundliche Soziophobiker, der von seiner geliebten Postsortiermaschine namens Gina zum Telefonbuchstapeln unter Kollegen versetzt wird. Und sich am Schal erhängt, der ein Geschenk für die Ex-Freundin war. Die junge Autorin Johanna Kaptein entwirft hier rabenschwarzhumorige Dramolette der Entfremdung. Geschichten vom Scheitern bei der Selbstvermarktung. Beruflich wie erotisch. Regisseurin Paula Artkamp inszeniert mit kongenialem Sarkasmus. Stellt den gebeutelten Niedriglöhnern einen Chor der suizidbegeisterten Schizo-Stimmen zur Seite, die unerbittlich höhnen und lästern. »Keine ist so schön wie sie«, wird zum Beispiel die Callcenter-Fee Natalie besungen. Die frisst vorm Tod schließlich aus Frust ihr »Hello Kitty«-Handy. Die Spieler vom Theater Sycorax – Spezialisten für mehrstimmige Grenzgänge – erleben eine berurufliche Sternstunde.

Es spielen Marleen Böhm, Yvonne Köster, Sarah Kramer, Konrad Schönberger, Simon Schwering, Daniela Struck, Josef Terstiege, Maria Valsch
Regie Paula Artkamp
Co-Regie Jennifer Frost
Bühne Daniela Rabenmilch
Kostüme Tina Toeberg
Musik-Komposition Kai Niggemann
Licht Volker Sippel
Maske Sabine Schubert
Öffentlichkeitsarbeit Rita Roring
Grafik-Design Verena Blom
Produktion Theater Sycorax
Koproduktion Theater im Pumpenhaus
Förderer Kulturamt Stadt Münster, Stiftung Siverdes, LAG Soziokulturelle Zentren NW, Fonds Sozio kultur Aufführungsrechte Felix Bloch Erben GmbH &Co. KG

www.theatersycorax.de

13,- / erm. 8,- €

THEATER SYCORAX – Lohnarbeit und Liebesleid

Schauspiel // Mi 5., Do 6., Fr 7. und Sa 8. Juni, 20 Uhr

THEATER SYCORAX

Münster
Lohnarbeit und Liebesleid

von Johanna Kaptein
Schöne neue Arbeitswelt! Gut, das Auskommen schwindet. Ein Entkommen gibt es nicht. Aber schließlich kann man sich ja immer noch den Strick nehmen. Wie der freundliche Soziophobiker, der von seiner geliebten Postsortiermaschine namens Gina zum Telefonbuchstapeln unter Kollegen versetzt wird. Und sich am Schal erhängt, der ein Geschenk für die Ex-Freundin war. Die junge Autorin Johanna Kaptein entwirft hier rabenschwarzhumorige Dramolette der Entfremdung. Geschichten vom Scheitern bei der Selbstvermarktung. Beruflich wie erotisch. Regisseurin Paula Artkamp inszeniert mit kongenialem Sarkasmus. Stellt den gebeutelten Niedriglöhnern einen Chor der suizidbegeisterten Schizo-Stimmen zur Seite, die unerbittlich höhnen und lästern. »Keine ist so schön wie sie«, wird zum Beispiel die Callcenter-Fee Natalie besungen. Die frisst vorm Tod schließlich aus Frust ihr »Hello Kitty«-Handy. Die Spieler vom Theater Sycorax – Spezialisten für mehrstimmige Grenzgänge – erleben eine berurufliche Sternstunde.

Es spielen Marleen Böhm, Yvonne Köster, Sarah Kramer, Konrad Schönberger, Simon Schwering, Daniela Struck, Josef Terstiege, Maria Valsch
Regie Paula Artkamp
Co-Regie Jennifer Frost
Bühne Daniela Rabenmilch
Kostüme Tina Toeberg
Musik-Komposition Kai Niggemann
Licht Volker Sippel
Maske Sabine Schubert
Öffentlichkeitsarbeit Rita Roring
Grafik-Design Verena Blom
Produktion Theater Sycorax
Koproduktion Theater im Pumpenhaus
Förderer Kulturamt Stadt Münster, Stiftung Siverdes, LAG Soziokulturelle Zentren NW, Fonds Sozio kultur Aufführungsrechte Felix Bloch Erben GmbH &Co. KG

www.theatersycorax.de

13,- / erm. 8,- €

THEATER SYCORAX – Lohnarbeit und Liebesleid

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Schauspiel // Mi 5., Do 6., Fr 7. und Sa 8. Juni, 20 Uhr

THEATER SYCORAX

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Lohnarbeit und Liebesleid
von Johanna Kaptein Schöne neue Arbeitswelt! Gut, das Auskommen schwindet. Ein Entkommen gibt es nicht. Aber schließlich kann man sich ja immer noch den Strick nehmen. Wie der freundliche Soziophobiker, der von seiner geliebten Postsortiermaschine namens Gina zum Telefonbuchstapeln unter Kollegen versetzt wird. Und sich am Schal erhängt, der ein Geschenk für die Ex-Freundin war. Die junge Autorin Johanna Kaptein entwirft hier rabenschwarzhumorige Dramolette der Entfremdung. Geschichten vom Scheitern bei der Selbstvermarktung. Beruflich wie erotisch. Regisseurin Paula Artkamp inszeniert mit kongenialem Sarkasmus. Stellt den gebeutelten Niedriglöhnern einen Chor der suizidbegeisterten Schizo-Stimmen zur Seite, die unerbittlich höhnen und lästern. »Keine ist so schön wie sie«, wird zum Beispiel die Callcenter-Fee Natalie besungen. Die frisst vorm Tod schließlich aus Frust ihr »Hello Kitty«-Handy. Die Spieler vom Theater Sycorax – Spezialisten für mehrstimmige Grenzgänge – erleben eine berurufliche Sternstunde.
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THEATER SYCORAX – Lohnarbeit und Liebesleid

Schauspiel // Mi 5., Do 6., Fr 7. und Sa 8. Juni, 20 Uhr

THEATER SYCORAX

Münster
Lohnarbeit und Liebesleid

von Johanna Kaptein
Schöne neue Arbeitswelt! Gut, das Auskommen schwindet. Ein Entkommen gibt es nicht. Aber schließlich kann man sich ja immer noch den Strick nehmen. Wie der freundliche Soziophobiker, der von seiner geliebten Postsortiermaschine namens Gina zum Telefonbuchstapeln unter Kollegen versetzt wird. Und sich am Schal erhängt, der ein Geschenk für die Ex-Freundin war. Die junge Autorin Johanna Kaptein entwirft hier rabenschwarzhumorige Dramolette der Entfremdung. Geschichten vom Scheitern bei der Selbstvermarktung. Beruflich wie erotisch. Regisseurin Paula Artkamp inszeniert mit kongenialem Sarkasmus. Stellt den gebeutelten Niedriglöhnern einen Chor der suizidbegeisterten Schizo-Stimmen zur Seite, die unerbittlich höhnen und lästern. »Keine ist so schön wie sie«, wird zum Beispiel die Callcenter-Fee Natalie besungen. Die frisst vorm Tod schließlich aus Frust ihr »Hello Kitty«-Handy. Die Spieler vom Theater Sycorax – Spezialisten für mehrstimmige Grenzgänge – erleben eine berurufliche Sternstunde.

Es spielen Marleen Böhm, Yvonne Köster, Sarah Kramer, Konrad Schönberger, Simon Schwering, Daniela Struck, Josef Terstiege, Maria Valsch
Regie Paula Artkamp
Co-Regie Jennifer Frost
Bühne Daniela Rabenmilch
Kostüme Tina Toeberg
Musik-Komposition Kai Niggemann
Licht Volker Sippel
Maske Sabine Schubert
Öffentlichkeitsarbeit Rita Roring
Grafik-Design Verena Blom
Produktion Theater Sycorax
Koproduktion Theater im Pumpenhaus
Förderer Kulturamt Stadt Münster, Stiftung Siverdes, LAG Soziokulturelle Zentren NW, Fonds Sozio kultur Aufführungsrechte Felix Bloch Erben GmbH &Co. KG

www.theatersycorax.de

13,- / erm. 8,- €

Cactus Junges Theater – Love & War

Junges Theater // So. 02.06., 19:00 Uhr

Cactus Junges Theater

Münster
Love & War

Ein Mann. Eine Frau. Ein Mord. Die fatale Tragödien-Kombination seit Jahrtausenden. Sinnbild fürs Geschlechterverhältnis bis heute? Cactus Junges Theater befragt antike  Mythen und moderne Realitäten auf die Nähe von Liebe  und Hass. Sucht nach der Möglichkeit einer Insel im Meer  der Zwietracht. Als Folie für ihren Tanz ums Paar dient  der »Penthesilea«-Stoff. Diese wenig Mut machende  Geschichte der Amazonen-Königin im Blutrausch und  ihres Lovers Achill. Der endete bekanntlich als Hundefutter.  Über die Griechen-Saga und die Kleistsche Nachdichtung gelangt das Cactus-Ensemble zur eigenen Gegenwart. Wirft biografi sches Material in den Ring. Und lotet in den furiosen Choreografi en von Gotta Depri Rollenkonfl ikte und Liebeskampf aus. Da überfährt ein Junge sein weibliches Gegenüber mit einem wutbefeuerten Rap. Während  das Mädchen mit voller Soul-Kraft dagegenhält. Das Herz  des Abends bleibt: die Sehnsucht.

Achtung: Die Vorstellung beginnt bereits um 19.00 Uhr!

Es spielen Gifty Wiafe, Judith Kerstgens, Raphael Edoror, Mareike Fiege, Emmanuel Edoror, William Ngala, Sara Ranjana Häuser, Nils Hohenhövel, Maren Meyer
Regie Barbara Kemmler
Dramaturgie / Sprecherziehung Sarah Giese
Kostüme /Bühne Tina Toeberg
Choreografie Gotta Depri
Stimmarbeit Anne Klare
Regie-Assistenz Jakob Toebelmann
Produktionsassistenz Lisa Hoppmann
Produktion Cactus Junges Theater
Koproduktion Theater im Pumpenhaus
In Kooperation mit Jugendtheater-Werkstatt e.V., Jib
Förderer kontinuierliche Förderung durch das Kulturamt Münster, Fonds Soziokultur e.V., Landesbüro für Freie Kultur NRW, LAG Arbeit Bildung Kultur NRW e.V., Koordinierungsstelle für Migration und interkulturelle Angelegenheiten, Integrationsrat, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster
Unterstützer Roadstop GmbH, andante gGmbH, Soroptimist International, Cibaria, Papiertiger

www.cactus-theater.de

12,- / erm. 7,- €