Cactus – Junges Theater (MS) – Und jetzt, Nathan Weise?

28.09.2003
Junges Theater
Und jetzt, Nathan Weise?

Cactus – Junges Theater (MS)

Kopftuch, nein oder ja? Und jetzt, Nathan Weise? Oder nicht? In diesem Theater-Tanz von Jugendlichen für Juden, Christen, Muslime, Atheisten und alle, die es sonst noch gibt, wird 225 Jahre später gecheckt, was die Prinzipien der Aufklärung heute noch taugen. 

Nathan selbst spielt gar nicht mit, aber sein Erfinder Lessing rappt dafür erstklassig im 5füßigen Jambus auf der Bühne. Das Cactus- Ensemble kommt nach der gefeierten Premiere im letzten Herbst wieder mit diesem tabulosen, entwaffnend frischen Remix der alten Schulpflichtlektüre daher. Der Kopftuchprozess wird neu aufgerollt und ein Kamerateam filmt den Patriarchen, der für den Krieg trommelt. Und eine Love- Story fehlt natürlich auch nicht. 

»Dieses Nebeneinander von klas- sischem und modernem Ton ist nur einer von vielen Kunstgriffen, mit denen Regisseurin Ute Liekenbrock und ihr junges Ensemble Lessings »Nathan« auf seine Tauglichkeit im Hier und Heute abklopfen.« (MZ vom 29.9.’ 03)

9,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN A. Baggemann, C. Bender, P. Eberst, A. Hinkel, E. Kemna, H. Kleine-Eickhoff, N. Möllers, S. Reiche, A. Rossel, A. Schulze-Topphoff
REGIE/CHOREOGRAPHIE Ute Liekenbrock
CO-REGIE Peter Hartmann
DRAMATURGIE Harald Funke
MUSIKALISCHE LEITUNG Klaus Wallmeier 
BÜHNENBILD Henri Alain Unsenos 
KOSTÜME Bettina Zumdick
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus – Junges Theater 
PRODUKTION Cactus
IN KOOPERATION MIT Theater im Pumpenhaus, Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V. und Jib
UNTERSTÜTZT VON Stadt Münster, Landesarbeitsge- meinschaft Soziokulturelle Zentren NRW e.V., VHS Münster, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münster- landes e.V., Soroptimist International

Cactus – Junges Theater (MS) – Und jetzt, Nathan Weise?

27.09.2003
Junges Theater
Und jetzt, Nathan Weise?

Cactus – Junges Theater (MS)

Kopftuch, nein oder ja? Und jetzt, Nathan Weise? Oder nicht? In diesem Theater-Tanz von Jugendlichen für Juden, Christen, Muslime, Atheisten und alle, die es sonst noch gibt, wird 225 Jahre später gecheckt, was die Prinzipien der Aufklärung heute noch taugen. 

Nathan selbst spielt gar nicht mit, aber sein Erfinder Lessing rappt dafür erstklassig im 5füßigen Jambus auf der Bühne. Das Cactus- Ensemble kommt nach der gefeierten Premiere im letzten Herbst wieder mit diesem tabulosen, entwaffnend frischen Remix der alten Schulpflichtlektüre daher. Der Kopftuchprozess wird neu aufgerollt und ein Kamerateam filmt den Patriarchen, der für den Krieg trommelt. Und eine Love- Story fehlt natürlich auch nicht. 

»Dieses Nebeneinander von klas- sischem und modernem Ton ist nur einer von vielen Kunstgriffen, mit denen Regisseurin Ute Liekenbrock und ihr junges Ensemble Lessings »Nathan« auf seine Tauglichkeit im Hier und Heute abklopfen.« (MZ vom 29.9.’ 03)

9,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN A. Baggemann, C. Bender, P. Eberst, A. Hinkel, E. Kemna, H. Kleine-Eickhoff, N. Möllers, S. Reiche, A. Rossel, A. Schulze-Topphoff
REGIE/CHOREOGRAPHIE Ute Liekenbrock
CO-REGIE Peter Hartmann
DRAMATURGIE Harald Funke
MUSIKALISCHE LEITUNG Klaus Wallmeier 
BÜHNENBILD Henri Alain Unsenos 
KOSTÜME Bettina Zumdick
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus – Junges Theater 
PRODUKTION Cactus
IN KOOPERATION MIT Theater im Pumpenhaus, Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V. und Jib
UNTERSTÜTZT VON Stadt Münster, Landesarbeitsge- meinschaft Soziokulturelle Zentren NRW e.V., VHS Münster, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münster- landes e.V., Soroptimist International

Cactus – Junges Theater (MS) – Und jetzt, Nathan Weise?

26.09.2003
Junges Theater
Und jetzt, Nathan Weise?

Cactus – Junges Theater (MS)

Kopftuch, nein oder ja? Und jetzt, Nathan Weise? Oder nicht? In diesem Theater-Tanz von Jugendlichen für Juden, Christen, Muslime, Atheisten und alle, die es sonst noch gibt, wird 225 Jahre später gecheckt, was die Prinzipien der Aufklärung heute noch taugen. 

Nathan selbst spielt gar nicht mit, aber sein Erfinder Lessing rappt dafür erstklassig im 5füßigen Jambus auf der Bühne. Das Cactus- Ensemble kommt nach der gefeierten Premiere im letzten Herbst wieder mit diesem tabulosen, entwaffnend frischen Remix der alten Schulpflichtlektüre daher. Der Kopftuchprozess wird neu aufgerollt und ein Kamerateam filmt den Patriarchen, der für den Krieg trommelt. Und eine Love- Story fehlt natürlich auch nicht. 

»Dieses Nebeneinander von klas- sischem und modernem Ton ist nur einer von vielen Kunstgriffen, mit denen Regisseurin Ute Liekenbrock und ihr junges Ensemble Lessings »Nathan« auf seine Tauglichkeit im Hier und Heute abklopfen.« (MZ vom 29.9.’ 03)

9,- € / 6,50 €
 
ES SPIELEN A. Baggemann, C. Bender, P. Eberst, A. Hinkel, E. Kemna, H. Kleine-Eickhoff, N. Möllers, S. Reiche, A. Rossel, A. Schulze-Topphoff
REGIE/CHOREOGRAPHIE Ute Liekenbrock
CO-REGIE Peter Hartmann
DRAMATURGIE Harald Funke
MUSIKALISCHE LEITUNG Klaus Wallmeier 
BÜHNENBILD Henri Alain Unsenos 
KOSTÜME Bettina Zumdick
KÜNSTLERISCHE LEITUNG Cactus – Junges Theater 
PRODUKTION Cactus
IN KOOPERATION MIT Theater im Pumpenhaus, Jugendtheater-Werkstatt Münster e.V. und Jib
UNTERSTÜTZT VON Stadt Münster, Landesarbeitsge- meinschaft Soziokulturelle Zentren NRW e.V., VHS Münster, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münster- landes e.V., Soroptimist International

RAZ (Niederlande) – Monco

20.09.2003
Tanz Uraufführung
Monco

RAZ (Niederlande)

Hans Tuerlings, Gründer und Choreograph der Tanzcompagnie »RAZ«, ist ein visionärer Rebell und vielleicht der letzte Romantiker des niederländischen Tanzes. Seine neue Produktion Monco hat den Charakter einer feingewobenen Erzählung über Skulptur, Tanz und Kla- vierspiel. Im Mittelpunkt dieses ungewöhnlich schönen Abends: Der Traum einer Tänzerin Primaballerina zu werden – aber im wirklichen Leben wird sie doch wohl eher KLM-Stewardess. 

Seit Tuerlings 1990 in Tilburg seine eigene Compagnie aufbaute, ist er zu einem Markenzeichen der niederländischen Tanzszene geworden. Seine sensible Formensprache, sein Respekt vor dem Medium Tanz und die kom- promisslose Ablehnung modischer Trends haben ihn in den letzten Jahren berühmt gemacht. Das größte niederländische Tanzfestival »Springdance 2003« in Utrecht präsentierte gleich fünf seiner Arbeiten. 

Monco ist eine Arbeit für 8 TänzerInnen, unter ihnen Linhares Junior, der für den Niederländischen Tanzpreis 2003 nominiert ist.

12,- € / 9,- €
 
ES TANZEN Claudia Kratz- heller, Linhares Junior, Susanne Ohmann, Edu- ardo de Paiva Souza, Inari Salmivaara, Karl Schappell, Camilla Ulrich, Erika Winkler
REGIE/BÜHNENBILD/KOSTÜME Hans Tuerlings
MUSIK Rypdal, Ravel u.a
PRODUKTION RAZ (Tilburg)
UNTERSTÜTZT VON DutchDanceDrama@DE

RAZ (Niederlande) – Monco

19.09.2003
Tanz Uraufführung
Monco

RAZ (Niederlande)

Hans Tuerlings, Gründer und Choreograph der Tanzcompagnie »RAZ«, ist ein visionärer Rebell und vielleicht der letzte Romantiker des niederländischen Tanzes. Seine neue Produktion Monco hat den Charakter einer feingewobenen Erzählung über Skulptur, Tanz und Kla- vierspiel. Im Mittelpunkt dieses ungewöhnlich schönen Abends: Der Traum einer Tänzerin Primaballerina zu werden – aber im wirklichen Leben wird sie doch wohl eher KLM-Stewardess. 

Seit Tuerlings 1990 in Tilburg seine eigene Compagnie aufbaute, ist er zu einem Markenzeichen der niederländischen Tanzszene geworden. Seine sensible Formensprache, sein Respekt vor dem Medium Tanz und die kom- promisslose Ablehnung modischer Trends haben ihn in den letzten Jahren berühmt gemacht. Das größte niederländische Tanzfestival »Springdance 2003« in Utrecht präsentierte gleich fünf seiner Arbeiten. 

Monco ist eine Arbeit für 8 TänzerInnen, unter ihnen Linhares Junior, der für den Niederländischen Tanzpreis 2003 nominiert ist.

12,- € / 9,- €
 
ES TANZEN Claudia Kratz- heller, Linhares Junior, Susanne Ohmann, Edu- ardo de Paiva Souza, Inari Salmivaara, Karl Schappell, Camilla Ulrich, Erika Winkler
REGIE/BÜHNENBILD/KOSTÜME Hans Tuerlings
MUSIK Rypdal, Ravel u.a
PRODUKTION RAZ (Tilburg)
UNTERSTÜTZT VON DutchDanceDrama@DE

Cie. Vicente Sáez (Spanien) – Talismán

13.09.2003
Tanz Münster-Premiere
Talismán

Cie. Vicente Sáez (Spanien)

Vicente Sáez ist eine Ausnahmeerscheinung in der zeitgenössischen europäischen Tanzszene. Der spanische Tänzer und Choreograph wurde mit seinem 1988 uraufgeführten Solo Ens über die Grenzen Spaniens bekannt und zu einem der Vorreiter der sogenannten »Katalanischen Welle« in den 90er Jahren. Mit seiner Compagnie tourte er in Europa und Lateinamerika. 

Mitte des letzten Jahres löste er seine große Compagnie auf und begann mit einem kleinen Kreis enger Mitstreiter Material für ein neues Soloprogramm zu entwickeln. »In our lives, we all need dreams, love and protection. Just as a mosaic is created , we too compose our lives in search of a meaning (or reason) for existing. Talismán examines in depth the feeling through dance. It is a journey full of suprises for an arrival at our own heart. I started from a work about the energy, making and creating several forms and expressions of different emotional states and of the mind, between the dance. An evolution process, in search of a bigger understanding, between thought and feeling.« 

Mit Talismán hat Vicente Sáez sich ein Tanzsolo auf den eigenen Leib geschrieben, das mit seiner Kraft, Sensibilität und schieren Schönheit Maßstäbe setzt. Die Musik, die Sáez für sein 60minütiges Solos verwendet, stammt aus der Sufi-Tradtion.

12,- € / 9,- €
 
CHOREOGRAPHIE/KÜNSTLERISCHE LEITUNG Vicente Sáez
TANZ Vicente Sáez
CHOREOGRAPHISCHE ASSISTENZ Assumpta Arqués
MUSIK Madjid Khaladj, Ram Narayan, Navid Afghah, Nass Marrakech, Enrique Morente
SET-DESIGN Jesús Acevedo 
KOSTÜME Valentín Soler
LICHT-DESIGN Carlos Tomás

Cie. Vicente Sáez (Spanien) – Talismán

12.09.2003
Tanz Münster-Premiere
Talismán

Cie. Vicente Sáez (Spanien)

Vicente Sáez ist eine Ausnahmeerscheinung in der zeitgenössischen europäischen Tanzszene. Der spanische Tänzer und Choreograph wurde mit seinem 1988 uraufgeführten Solo Ens über die Grenzen Spaniens bekannt und zu einem der Vorreiter der sogenannten »Katalanischen Welle« in den 90er Jahren. Mit seiner Compagnie tourte er in Europa und Lateinamerika. 

Mitte des letzten Jahres löste er seine große Compagnie auf und begann mit einem kleinen Kreis enger Mitstreiter Material für ein neues Soloprogramm zu entwickeln. »In our lives, we all need dreams, love and protection. Just as a mosaic is created , we too compose our lives in search of a meaning (or reason) for existing. Talismán examines in depth the feeling through dance. It is a journey full of suprises for an arrival at our own heart. I started from a work about the energy, making and creating several forms and expressions of different emotional states and of the mind, between the dance. An evolution process, in search of a bigger understanding, between thought and feeling.« 

Mit Talismán hat Vicente Sáez sich ein Tanzsolo auf den eigenen Leib geschrieben, das mit seiner Kraft, Sensibilität und schieren Schönheit Maßstäbe setzt. Die Musik, die Sáez für sein 60minütiges Solos verwendet, stammt aus der Sufi-Tradtion.

12,- € / 9,- €
 
CHOREOGRAPHIE/KÜNSTLERISCHE LEITUNG Vicente Sáez
TANZ Vicente Sáez
CHOREOGRAPHISCHE ASSISTENZ Assumpta Arqués
MUSIK Madjid Khaladj, Ram Narayan, Navid Afghah, Nass Marrakech, Enrique Morente
SET-DESIGN Jesús Acevedo 
KOSTÜME Valentín Soler
LICHT-DESIGN Carlos Tomás

Victoria Gent/Belgien – üBUNG (2nd edition)

06.09.2003
Schauspiel Deutschland-Premiere
üBUNG (2nd edition)

Victoria Gent/Belgien

von Josse de Pauw

Sie waren mit Moeder & Kind und Bernadetje bei uns zu Gast, zwei Aufführungen, die in Europa Theaterge- schichte geschrieben haben. Jetzt kommen sie mit üBUNG. Endlich wieder etwas von Victoria, dem flä- mischen Trendsetter der internationalen Theaterszene im Pumpenhaus. Und auch diesmal ist es ein Überraschungspaket. Es stammt aus der Feder des belgischen Schauspielers, Regisseurs und Filmemachers Josse de Pauw und gewann bereits einige Monate nach der Uraufführung den Preis für die beste niederländisch-flämische Theaterproduktion des Jahres und ist seitdem ein Highlight auf allen großen Festivals. 

Ein Schwarzweißfilm ersetzt in Josse de Pauws üBUNG die hintere Kulissenwand. Er zeigt ein Paar in einem luxuriösen Landhaus, es wartet auf die Ankunft ihrer Freunde. Ein festliches Abendessen folgt mit viel Alkohol und smallem talk über Handys, Jaguars, Kochschulen und Swimmingpools. Bis zu fortgeschrittener Stunde andere Töne angeschlagen werden. Tränen- und Gefühlsausbrüche lassen die Stimmung umschlagen. Kaum ist die oberste Schicht der Zivilisation weggeätzt, werden die Wunden und Narben sichtbar. Auf der Bühne beobachten sechs Kinder den Film. Der Ton ist abgestellt. 

Wenn die Türglocke ertönt und die Abendgesellschaft eintrifft, beginnen sie, genauso gekleidet wie die Erwachsenen, deren Dialoge in atemberaubender Exaktheit zu sprechen und die Gesten und Bewegungen der Filmfiguren nach- zuahmen. Es geht in üBUNG nicht um Hohn, Bloßstellung oder Kritik. Die Kon- frontation der Filmfiguren und ihrer stummen Ausbrüche in Nahaufnahme mit dem Spiel der Kinder, ihren Stimmen, ihrem hellen Lachen und ihren falschen Tränen erzeugt eine fra- gile Schönheit, hat etwas Beklemmen- des und zugleich Melodramatisches. 

Dazwischen bodenlose Ernüchterung. Jugend übt. üBUNG ist ein Theaterereignis der besonderen Art.

12,- € / 9,- €
 
KONZEPT & IDEE Josse De Pauw & Koen Gisen 
TEXT & REGIE Josse De Pauw 
DARSTELLER IM FILM Josse De Pauw (Robert), Carly Wijs (Rolanda), Dirk Roofthooft (Ivo), Lies Pau- wels (Ria), Bernard Van Eeghem (Olivier), George van Dam (György) 
DARSTELLER AUF DER BÜHNE Arne Kinds (Robert), Amber Van de Veire (Rolanda), Emilio De Baudringhien (Ivo), Anne- lies De Baere (Ria), Niels Pyck (Olivier), Stefaan De Rycke (Georgy) 
PRODUKTION Victoria, Gent (B) 
IN KOPRODUKTION MIT Het Net (B)

Victoria Gent/Belgien – üBUNG (2nd edition)

05.09.2003
Schauspiel Deutschland-Premiere
üBUNG (2nd edition)

Victoria Gent/Belgien

 

von Josse de Pauw

Sie waren mit Moeder & Kind und Bernadetje bei uns zu Gast, zwei Aufführungen, die in Europa Theaterge- schichte geschrieben haben. Jetzt kommen sie mit üBUNG. Endlich wieder etwas von Victoria, dem flä- mischen Trendsetter der internationalen Theaterszene im Pumpenhaus. Und auch diesmal ist es ein Überraschungspaket. Es stammt aus der Feder des belgischen Schauspielers, Regisseurs und Filmemachers Josse de Pauw und gewann bereits einige Monate nach der Uraufführung den Preis für die beste niederländisch-flämische Theaterproduktion des Jahres und ist seitdem ein Highlight auf allen großen Festivals. 

Ein Schwarzweißfilm ersetzt in Josse de Pauws üBUNG die hintere Kulissenwand. Er zeigt ein Paar in einem luxuriösen Landhaus, es wartet auf die Ankunft ihrer Freunde. Ein festliches Abendessen folgt mit viel Alkohol und smallem talk über Handys, Jaguars, Kochschulen und Swimmingpools. Bis zu fortgeschrittener Stunde andere Töne angeschlagen werden. Tränen- und Gefühlsausbrüche lassen die Stimmung umschlagen. Kaum ist die oberste Schicht der Zivilisation weggeätzt, werden die Wunden und Narben sichtbar. Auf der Bühne beobachten sechs Kinder den Film. Der Ton ist abgestellt. 

Wenn die Türglocke ertönt und die Abendgesellschaft eintrifft, beginnen sie, genauso gekleidet wie die Erwachsenen, deren Dialoge in atemberaubender Exaktheit zu sprechen und die Gesten und Bewegungen der Filmfiguren nach- zuahmen. Es geht in üBUNG nicht um Hohn, Bloßstellung oder Kritik. Die Kon- frontation der Filmfiguren und ihrer stummen Ausbrüche in Nahaufnahme mit dem Spiel der Kinder, ihren Stimmen, ihrem hellen Lachen und ihren falschen Tränen erzeugt eine fra- gile Schönheit, hat etwas Beklemmen- des und zugleich Melodramatisches. 

Dazwischen bodenlose Ernüchterung. Jugend übt. üBUNG ist ein Theaterereignis der besonderen Art.

12,- € / 9,- €
 
KONZEPT & IDEE Josse De Pauw & Koen Gisen 
TEXT & REGIE Josse De Pauw 
DARSTELLER IM FILM Josse De Pauw (Robert), Carly Wijs (Rolanda), Dirk Roofthooft (Ivo), Lies Pau- wels (Ria), Bernard Van Eeghem (Olivier), George van Dam (György) 
DARSTELLER AUF DER BÜHNE Arne Kinds (Robert), Amber Van de Veire (Rolanda), Emilio De Baudringhien (Ivo), Anne- lies De Baere (Ria), Niels Pyck (Olivier), Stefaan De Rycke (Georgy) 
PRODUKTION Victoria, Gent (B) 
IN KOPRODUKTION MIT Het Net (B)