Herz und Mund / Andre Sebastian (MS) – Übergang

13.06.2003
Schauspiel
Übergang

Herz und Mund / Andre Sebastian (MS)

 

…nach der gleichnamigen Erzählung von Anne Duden 

Für alle diejenigen, die die Vorstellungen von Übergang im März verpasst haben, zeigt Münsters neues Theaterlabel Herz und Mund unter der Regie von Andre Sebastian noch mal ihre nachhaltig beeindruckende Inszenierung. Anne Duden, geb. 1942 in Oldenburg, Kindheit in Berlin und der DDR, flieht 1953 nach West-Deutschland. Zunächst ist sie als Buchhändlerin tätig, 1964 beginnt sie das Studium der Germanistik, Soziologie und Philosophie. 1972 bis 1978 arbeitet Anne Duden in verschiedenen Verlagen und ist Mitbegründerin des Rotbuch-Verlages. Zur Zeit lebt sie als freie Schriftstellerin in London und Berlin. Sie schreibt Lyrik, Erzählungen und Essays und erhält zahlreiche Preise: Daedalus-Preis 1996, Berliner Literaturpreis 1998, Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 2000 u.a. Anne Duden ist eine der wichtigen Autorinnen der neuen Frauenbewegung. 

Der Körper als Schnittstelle zwischen Natur und Kultur ist spätestens seit Simone de Beauvoir erkannt und als Feld patriarchaler Herrschafts- und Machtausübung beschrieben worden. 

Dem verdrängten weiblichen Körper eine Sprache zu geben und die Schrift des weiblichen Körpers aufzuzeichnen, gehörte im Zuge der Emanzipationsbewegung in den 70er Jahren zu den zentralen Anliegen der neuen Frauenbewegung. In dieser Reihe steht Anne Dudens Übergang neben Ingeborg Bachmanns Malina und Der Fall Franza. 

Herz und Mund hat sich an eine theatralische Umsetzung der Erzählung Übergang gewagt. Ein brillianter und schockierender Text liefert die Basis für ein großes Solo von Cornelia Kupferschmid. Die WN schreibt in ihrer Premierenkritik: »Faszinierend, wie Kupferschmid sich in die Leidensgeschichte vertiefen kann, ohne sich darin zu verlieren oder mit dem Entsetzen Spekulation zu betreiben. Das hat Wucht und Intensität. Übergang ist ein Gewaltakt – aber ein lohnender.«

9,- € / 7,- €
 
ES SPIELT Cornelia Kupferschmid 
REGIE Andre Sebastian
UNTERSTÜTZT VON Theater im Pumpenhaus und Kulturamt der Stadt Münster

Herz und Mund / Andre Sebastian (MS) – Übergang

12.06.2003
Schauspiel
Übergang

Herz und Mund / Andre Sebastian (MS)

 

…nach der gleichnamigen Erzählung von Anne Duden 

Für alle diejenigen, die die Vorstellungen von Übergang im März verpasst haben, zeigt Münsters neues Theaterlabel Herz und Mund unter der Regie von Andre Sebastian noch mal ihre nachhaltig beeindruckende Inszenierung. Anne Duden, geb. 1942 in Oldenburg, Kindheit in Berlin und der DDR, flieht 1953 nach West-Deutschland. Zunächst ist sie als Buchhändlerin tätig, 1964 beginnt sie das Studium der Germanistik, Soziologie und Philosophie. 1972 bis 1978 arbeitet Anne Duden in verschiedenen Verlagen und ist Mitbegründerin des Rotbuch-Verlages. Zur Zeit lebt sie als freie Schriftstellerin in London und Berlin. Sie schreibt Lyrik, Erzählungen und Essays und erhält zahlreiche Preise: Daedalus-Preis 1996, Berliner Literaturpreis 1998, Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste 2000 u.a. Anne Duden ist eine der wichtigen Autorinnen der neuen Frauenbewegung. 

Der Körper als Schnittstelle zwischen Natur und Kultur ist spätestens seit Simone de Beauvoir erkannt und als Feld patriarchaler Herrschafts- und Machtausübung beschrieben worden. 

Dem verdrängten weiblichen Körper eine Sprache zu geben und die Schrift des weiblichen Körpers aufzuzeichnen, gehörte im Zuge der Emanzipationsbewegung in den 70er Jahren zu den zentralen Anliegen der neuen Frauenbewegung. In dieser Reihe steht Anne Dudens Übergang neben Ingeborg Bachmanns Malina und Der Fall Franza. 

Herz und Mund hat sich an eine theatralische Umsetzung der Erzählung Übergang gewagt. Ein brillianter und schockierender Text liefert die Basis für ein großes Solo von Cornelia Kupferschmid. Die WN schreibt in ihrer Premierenkritik: »Faszinierend, wie Kupferschmid sich in die Leidensgeschichte vertiefen kann, ohne sich darin zu verlieren oder mit dem Entsetzen Spekulation zu betreiben. Das hat Wucht und Intensität. Übergang ist ein Gewaltakt – aber ein lohnender.«

9,- € / 7,- €
 
ES SPIELT Cornelia Kupferschmid 
REGIE Andre Sebastian
UNTERSTÜTZT VON Theater im Pumpenhaus und Kulturamt der Stadt Münster

Kitunga.Projekte (MS) – Agathas Kind

08.06.2003
Schauspiel
Agathas Kind

Kitunga.Projekte (MS)

in Zusammenarbeit mit Cactus – Junges Theater 

Zum vorerst letzten Mal ist die Tanztheaterproduktion Agathas Kind in diesem Sommer zu sehen. Unter der Regie von Richard Nawezi und Barbara Kemmler ist ein energiegeladenes Stück auf der Grundlage von Francis Bebeys Roman Eine Liebe in Duala entstanden, eines der herausragendsten Werke der zeitgenössischen afrikanischen Literatur. 

Im Vordergrund steht die love story des Fischers La Loi und seiner geliebten Agatha, die am Ende auch noch ein weißes Kind bekommt. La Loi kann nicht der Vater dieses Kindes sein. Aber was macht man mit einem weißen Kind in Afrika? »Ein Kind ist immer ein Kind«, so der Kommentar des Dorfweisen König Salomo. 

Die Geschichte aus dem Kamerun der 50er Jahre zeigt das Verhältnis zwischen Afrika und Europa in all seiner Konfliktgeladenheit und Brüchigkeit, aber auch Sehnsüchte auf. 

Ein symbolisches »Wagnis der Kulturen« bilden die Musik- und Tanzeinlagen. Die künstlerische Inspiration aus afrikanischer Kultur und europäischem Stil entwickelt sich zu etwas Drittem zwischen Afrika und Europa. 

Die Musik von Nawezi und Udo Herbst ist ein Konglomerat aus afrikanischer und europäischer Musikgeschichte. Polyphone Musik aus dem Kongo, Jazzharmonik und Elemente klassischer Musik vermischen sich. Die afrikanisch- europäische Doppelbesetzung in Regie, musikalischer Leitung und Choreographie trägt zur spannenden Umsetzung dieses Crossovers bei. Die theatralische und tänzerische Bearbeitung des Stoffes überzeugte Publikum und Presse gleichermaßen und bescherte dem Ensemble einen umjubelten Auftritt auf dem Internationalen Community Based Theatre Festival in Rotterdam.

10,- € / 8,- €
 
ES ERZÄHLEN Ibrahim Ndiaje, Pitt Hartmann
ES SPIELEN/ TANZEN Nely Allarabaye, Fidelis Amo- Antwi, Tsige Berhe, Kim- Jose Bode, Peter M. Eberst, Francis Fezeu, Joel Finke, Jose Francisco, Stumai Halili-Schulte, Udo Herbst, Michel Kapama, Aloys Kasong, Barabara Kemmler, Richard Nawezi, Noemi Sander, Judith Suermann, Afra Touray, Klaus Wallmeier
KÜNSTLERISCHE LEITUNG/ Richard Nawezi, Barbara Kemmler
CHOREOGRAPHIE Richard Nawezi, Olatz Arabaolaza
EINE KOPRODUKTION VON kitunga.projekte/Cactus – Junges Theater 
UNTERSTÜTZT VON Theater im Pumpenhaus, Internat. Zentrum der WWU »Die Brücke«, VHS Münster, Kulturamt Stadt Münster, Ausländerbeirat, Entimon, Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Fonds Soziokultur, NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung und nrw landesbüro für freie kultur

Kitunga.Projekte (MS) – Agathas Kind

07.06.2003
Schauspiel
Agathas Kind

Kitunga.Projekte (MS)

in Zusammenarbeit mit Cactus – Junges Theater 

Zum vorerst letzten Mal ist die Tanztheaterproduktion Agathas Kind in diesem Sommer zu sehen. Unter der Regie von Richard Nawezi und Barbara Kemmler ist ein energiegeladenes Stück auf der Grundlage von Francis Bebeys Roman Eine Liebe in Duala entstanden, eines der herausragendsten Werke der zeitgenössischen afrikanischen Literatur. 

Im Vordergrund steht die love story des Fischers La Loi und seiner geliebten Agatha, die am Ende auch noch ein weißes Kind bekommt. La Loi kann nicht der Vater dieses Kindes sein. Aber was macht man mit einem weißen Kind in Afrika? »Ein Kind ist immer ein Kind«, so der Kommentar des Dorfweisen König Salomo. 

Die Geschichte aus dem Kamerun der 50er Jahre zeigt das Verhältnis zwischen Afrika und Europa in all seiner Konfliktgeladenheit und Brüchigkeit, aber auch Sehnsüchte auf. 

Ein symbolisches »Wagnis der Kulturen« bilden die Musik- und Tanzeinlagen. Die künstlerische Inspiration aus afrikanischer Kultur und europäischem Stil entwickelt sich zu etwas Drittem zwischen Afrika und Europa. 

Die Musik von Nawezi und Udo Herbst ist ein Konglomerat aus afrikanischer und europäischer Musikgeschichte. Polyphone Musik aus dem Kongo, Jazzharmonik und Elemente klassischer Musik vermischen sich. Die afrikanisch- europäische Doppelbesetzung in Regie, musikalischer Leitung und Choreographie trägt zur spannenden Umsetzung dieses Crossovers bei. Die theatralische und tänzerische Bearbeitung des Stoffes überzeugte Publikum und Presse gleichermaßen und bescherte dem Ensemble einen umjubelten Auftritt auf dem Internationalen Community Based Theatre Festival in Rotterdam.

10,- € / 8,- €
 
ES ERZÄHLEN Ibrahim Ndiaje, Pitt Hartmann
ES SPIELEN/ TANZEN Nely Allarabaye, Fidelis Amo- Antwi, Tsige Berhe, Kim- Jose Bode, Peter M. Eberst, Francis Fezeu, Joel Finke, Jose Francisco, Stumai Halili-Schulte, Udo Herbst, Michel Kapama, Aloys Kasong, Barabara Kemmler, Richard Nawezi, Noemi Sander, Judith Suermann, Afra Touray, Klaus Wallmeier
KÜNSTLERISCHE LEITUNG/ Richard Nawezi, Barbara Kemmler
CHOREOGRAPHIE Richard Nawezi, Olatz Arabaolaza
EINE KOPRODUKTION VON kitunga.projekte/Cactus – Junges Theater 
UNTERSTÜTZT VON Theater im Pumpenhaus, Internat. Zentrum der WWU »Die Brücke«, VHS Münster, Kulturamt Stadt Münster, Ausländerbeirat, Entimon, Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Fonds Soziokultur, NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung und nrw landesbüro für freie kultur

Kitunga.Projekte (MS) – Agathas Kind

06.06.2003
Schauspiel
Agathas Kind

Kitunga.Projekte (MS)

in Zusammenarbeit mit Cactus – Junges Theater 

Zum vorerst letzten Mal ist die Tanztheaterproduktion Agathas Kind in diesem Sommer zu sehen. Unter der Regie von Richard Nawezi und Barbara Kemmler ist ein energiegeladenes Stück auf der Grundlage von Francis Bebeys Roman Eine Liebe in Duala entstanden, eines der herausragendsten Werke der zeitgenössischen afrikanischen Literatur. 

Im Vordergrund steht die love story des Fischers La Loi und seiner geliebten Agatha, die am Ende auch noch ein weißes Kind bekommt. La Loi kann nicht der Vater dieses Kindes sein. Aber was macht man mit einem weißen Kind in Afrika? »Ein Kind ist immer ein Kind«, so der Kommentar des Dorfweisen König Salomo. 

Die Geschichte aus dem Kamerun der 50er Jahre zeigt das Verhältnis zwischen Afrika und Europa in all seiner Konfliktgeladenheit und Brüchigkeit, aber auch Sehnsüchte auf. 

Ein symbolisches »Wagnis der Kulturen« bilden die Musik- und Tanzeinlagen. Die künstlerische Inspiration aus afrikanischer Kultur und europäischem Stil entwickelt sich zu etwas Drittem zwischen Afrika und Europa. 

Die Musik von Nawezi und Udo Herbst ist ein Konglomerat aus afrikanischer und europäischer Musikgeschichte. Polyphone Musik aus dem Kongo, Jazzharmonik und Elemente klassischer Musik vermischen sich. Die afrikanisch- europäische Doppelbesetzung in Regie, musikalischer Leitung und Choreographie trägt zur spannenden Umsetzung dieses Crossovers bei. Die theatralische und tänzerische Bearbeitung des Stoffes überzeugte Publikum und Presse gleichermaßen und bescherte dem Ensemble einen umjubelten Auftritt auf dem Internationalen Community Based Theatre Festival in Rotterdam.

10,- € / 8,- €
 
ES ERZÄHLEN Ibrahim Ndiaje, Pitt Hartmann
ES SPIELEN/ TANZEN Nely Allarabaye, Fidelis Amo- Antwi, Tsige Berhe, Kim- Jose Bode, Peter M. Eberst, Francis Fezeu, Joel Finke, Jose Francisco, Stumai Halili-Schulte, Udo Herbst, Michel Kapama, Aloys Kasong, Barabara Kemmler, Richard Nawezi, Noemi Sander, Judith Suermann, Afra Touray, Klaus Wallmeier
KÜNSTLERISCHE LEITUNG/ Richard Nawezi, Barbara Kemmler
CHOREOGRAPHIE Richard Nawezi, Olatz Arabaolaza
EINE KOPRODUKTION VON kitunga.projekte/Cactus – Junges Theater 
UNTERSTÜTZT VON Theater im Pumpenhaus, Internat. Zentrum der WWU »Die Brücke«, VHS Münster, Kulturamt Stadt Münster, Ausländerbeirat, Entimon, Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend, Fonds Soziokultur, NRW Stiftung für Umwelt und Entwicklung und nrw landesbüro für freie kultur

Dood Paard NL – Chinindrest take-away

04.06.2003
Schauspiel, Deutsche Erstaufführung
Chinindrest take-away

Dood Paard NL

Das niederländische Theaterkollektiv Dood Paard hat seit seiner Entstehung 1994 ein beeindruckendes Repertoire entwickelt. Im Rahmen einer »Werkschau-Tournee« durch niederländische Theater gönnen sie sich und uns einen Abstecher nach Münster. 

Dood Paard ist in erster Linie ein »Akteurtheater«, dass aus einem festen Kern von Schauspielern besteht und ohne Regisseur arbeitet. Sie haben nicht nur Klassiker, von Aischylos bis Shakespeare, von Beckett bis Handke, übersetzt, bearbeitet und gespielt, sondern auch neue, speziell für sie geschriebene Texte aufgeführt. Die meisten davon stammen aus der Feder von Dood Paard-Schauspieler Oscar van Woensel. Mit Chinindrest take away beschreiten sie jetzt einen neuen Weg. Mit einem Fundus an Texten (u.a. Houellebecq, Bernhard, Handke), die sie während der Proben einstudiert haben, und Sätzen (aus aktuellen Tageszeitungen) gewappnet, kommunizieren die Schauspieler direkt und assoziativ, während im Hintergrund die niederländische Polderlandschaft vorüberzieht. So wird jede Vorstellung zu einem Novum – ein theatralisches Unikat. Es gibt keine Struktur, keine festgelegte Reihenfolge. Die Fragmente, die im »Hirnarchiv« der Protagonisten aktiviert werden, formen die Elemente, mit denen jeden Abend ein neues Gespräch geführt wird. Man trifft sich zum dramaturgischen Blinddate. Eine spannende Jam-Session aus Worten und Texten. 

Geräuschfragmente und Musiksamples des DJs unterstützen die Schauspieler und Worte erhalten die Unmittelbarkeit von Musik. Töne koppeln sich an Textsplitter. Musik verhakt sich in Emotionen, ruft wiederum andere Emotionen hervor, die Rede nimmt eine neue Wendung. Der Zuschauer wird mitgenommen auf eine Reise in die Gegenwart. »Wir bieten kein take away-Menü. Bei uns muss das Publikum selber kochen.« (Manja Topper, Schauspielerin)

10,- € / 8,- €
 
MIT Kuno Bakker, Gillis Biesheuvel, Steve Green, Manja Topper, Iwan van Vlierberghe, Oscar van Woensel 
LANDSCHAFTEN Remco Packbiers, Sal Kronenberg