SIGNATUREN // Berthold Seliger – Das Geschäft mit der Musik. Ein Insiderbericht.

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Lesung / Mi 5.11.2014, 20.00 Uhr

Berthold Seliger

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Das Geschäft mit der Musik. Ein Insiderbericht.
Der Mann kennt sich aus. Er hat Größen wie Lou Reed oder Patti Smith die Bühnen bereitet. Geheimtipps wie Bonnie Prince Billy und Bratsch gefördert. Die Karrieren von Bands wie Calexico, Lambchop oder The Residents aufgebaut und beharrlich begleitet. Keine Behauptung also, wenn der Konzertveranstalter Berthold Seliger seine Abrechnung mit dem Musikgeschäft im Untertitel einen „Insiderbericht“ nennt. Seliger stinkt so manches an seiner Branche. Vor allem der Umstand, dass ein paar wenige Global Player den gesamten Markt kontrollieren. Und das Publikum mit „kulturellem Einheitsbrei“ füttern. Für ihn der Siegeszug des Neoliberalismus. Die Ausweitung der Kampfzone auf die Konzerte. Die sind in seinen Augen kaum mehr Live-Ereignisse. Sondern Lifestyle-Zugabe zum Konsum. Musik? Nichts als Geschäft. Sein Befund: „Die Branche spielt Monopoloy“. Seliger beschreibt ein Profitdenken, dem sich alles unterzuordnen hat. Benennt, wie das Publikum beim Ticketkauf abgezockt wird. Und wie die Künstler um ihre Urheberrechte gebracht werden. Die große Pleite. Für Kreative und Fans. Dabei gab’s mal Zeiten, in denen Konzerte und Festivals nicht unter Sponsorenbannern und Flyermüll ertranken. Das alles beschreibt Seliger aus der Warte des Selfmade-Veranstalters. Bewehrt mit Fakten, Zitaten und Theoretikern von Adorno bis Žižek. Seine Lesung ist ein flammendes Plädoyer für die Konzertkultur. Gegen den Kommerz. Diskussionsstoff  nicht nur für die Musik-Aficionados.

SIGNATUREN – Handschriften für das Theater der Gegenwart

vom 1. - 30. November

Manche Künstler haben Ideen. Andere haben eine Handschrift. Eine, die das Theater geprägt hat und prägt. Die unverwechselbar ist. Die sich nicht nach Moden richtet, sondern Maßstäbe setzt. Mit dem Festival Signaturen präsentieren wir im November sechs solcher Künstler und Gruppen. Einmal quer durch Europa. Eingeladen sind das Attis Theatre von Theodoros Terzopoulos. Der in London lebende Italiener Franko B. Der Niederländer Chaim Levano. Der Flame Jan Decorte. Das Berliner Kollektiv Rimini Protokoll. Und der westfälische Wahlberliner Thorsten Lensing. Sie alle haben im Pumpenhaus schon ihren Stempel hinterlassen. Theatersternstunden beschert, die sich uns unauslöschlich ins Gedächtnis eingeschrieben haben. Für diese Könner halten wir jetzt vier Wochen lang den gewohnten Betrieb an. Sind ausnahmsweise mal nicht Entdecker, sondern Bestärker des Bewährten. Fallen aus der Zeit und geben die Bühne frei für junge alte Meister. Gerahmt von Lesungen, Künstlerporträts und Publikums-Diskussionen. Das Programm bietet starke Aufführungen. Nicht Recherchen oder Versuchsanordnungen. Ästhetisch ganz von heute. Getragen von der Liebe zum alten Medium. Das Theater ist ja immer auf der Jagd nach dem neuesten Trend. Hype, Hype, Hurra! Wir treten einen Schritt zurück und zeigen Erneuerer, die gekommen sind, um zu bleiben. Wir wollen Theaterereignisse. Nicht mehr und nicht weniger. Lassen Sie sich anstecken von unserer Leidenschaft für prägende Handschriften. Das Festival Signaturen ist eine Koproduktion vom Theater im Pumpenhaus und der Kunsthalle Münster und wird unterstützt von der Kunststiftung NRW. KunsthalleMS-Logo_100pxKNRW_Logo_s_100px  
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