Panaibra Gabriel Canda – Point of Intersection

Tanz // Sa 12.04.2014, 20.00 Uhr

Panaibra Gabriel Canda

Mosambik
Point of Intersection

Im Rahmen des Festivals Dance Dialogues Africa

Zeitgenössischer Tanz in Afrika lebt. Vibriert. Blüht auf. Längst nicht mehr die Regel, dass junge Tänzer sich wegen besserer Produktionsbedingungen in Europa niederlassen. Überall auf dem Kontinent entstehen neue Tanzzentren, die spannende künstlerische Positionen ausbilden. Wie das Donko Seko in Mali. Das mosambikische Institut CulturArt. Oder das südafrikanische Vuyani Dance Centre. Das Austauschprojekt Dance Dialogues Africa vernetzt diese Zentren mit europäischen Partnern. Und macht es möglich, die afrikanische Vielfalt zu entdecken.

Panaibra Gabriel Canda ist der spannendste Choreograf Mosambiks. Einer, der die postkolonialen Verwerfungen seines Landes so vieldeutig wie kein anderer spiegelt. Seine Stücke brennen vor Gegenwart. In Time and Spaces: The Marrabenta Solos hat Canda die Vorstellung eines „afrikanischen Körpers“ hinterfragt. Als Projektionsfläche. Auf der Suche nach dem freien Ausdruck. In Borderlines hat er behinderte und nichtbehinderte Tänzer zusammengebracht. Versehrte an Leib und Seele. In seiner jüngsten Arbeit Point of Intersection stellt er Zeichen der Macht in den Bühnenraum. Versinnbildlicht durch Stühle. Die stehen für gewachsene Strukturen, Zugehörigkeit. Für das Alte, Festgefahrene. Seine vier Tänzer – die verschiedenen Generationen angehören – entfesseln darum einen Fight. Kämpfen um ihren Platz im Leben. In der Geschichte. Mal spielerisch, mal dringlich. „Tanz hilft zu verstehen, dass jeder Schritt unser eigener und politisch ist – für unsere Freiheit“, so Candas Credo.

Choreografie
Panaibra Gabriel Canda
Tanz
Domingos Bié, Leia Mabasso, Sonia Mulapha, Vasco Mirine
Musik
Jorge Domingos
Fotos
Peter R. Fiebig
Produktion
CulturArte Maputo und allen deutschen DDA-Partnern
Koproduziert von
Theater im Pumpenhaus / Münster, Donko Seko / Bamako, tanzhaus nrw /Düsseldorf, HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste / Dresden und Kampnagel / Hamburg
im Rahmen von
Dance Dialogues Africa
Unterstützer
Goethe Institut Johannesburg

www.dance-dialogues-africa.de

14,-/ erm. 9,- €