LUKAS UND

ViEL MACHT VIEL 2

VIEL MACHT VIEL #2 // Fr 15.11.2013, 20.00 Uhr

LUKAS UND

Düsseldorf/Gießen
die Landluft

Wie lässt sich im Theater erzählen – ohne die Sprache? LUKAS UND, bekannt für ihre feinen Handlungsbilder aus Requisiten, Bühnentechnik und Darstellerkörpern umkreisen in ihrem neuesten Streich den feinen Unterschied zwischen Tableaux Vivants und Stillleben. Das Tote wird lebendig – und umgekehrt. Das Publikum ist eingeladen in die Wildnis jenseits von Gartenzäunen und Rosenbeeten: Geschminkte Leichen schlagen die Augen auf, Plastiktannen rauschen im Wind und ausgestopfte Eichhörnchen schlagen im Gebälk Alarm. Und mit ein bisschen Glück laden die Untoten sogar zum Nachtmahl. Zum ersten Mal im Theater im Pumpenhaus präsentieren die jungen Regisseure, Techniker und Darsteller aus Düsseldorf und Gießen als Special Guest: ihren Hund Lukas.

Vorprogramm

Anna Kpok (Bochum/Essen) – HAUCH V

Wer bin ich, wenn ich angeschaut werde? Drei Frauen suchen nach dem richtigen Ton der gemeinsamen Präsenz. Getragen von einer Komposition mit Kassettenrekordern tritt „Hauch V“ ein in ein Spiel mit Sichtbarkeiten. Der Blick auf den Zuschauer und zurück. Entstanden in der freien Zusammenarbeit von Studierenden der Folkwang Universität der Künste und der Szenischen Forschung der Ruhr-Universität Bochum, erkundet die Performance-Serie „Hauch“ Übersprünge von Poesie, Bewegung und Komposition.

Murat Alkan & Jan Möllmer (Essen) – Synkope

Eine Synkope ist der Moment vollkommener Leere und Fülle zugleich. Der leere Raum füllt sich mit flüchtigen Bewegungen – ein ständiges Geben und Nehmen zwischen Darstellung und Umgebung beginnt. Auch die Gedanken, leer und bedeutungslos und doch merkwürdig präsent treten ein in den ständigen Tausch. Eine unsichtbare Verheißung nach der Unendlichkeit des Moments bahnt sich ihren Weg. Entstanden aus einer Improvisation der beiden Tanz-Studierenden verändert sich „Synkope“ bei jeder Aufführung mit Raum und Publikum.

Sabeth Dannenberg & Paula Gendrisch (Essen) – Gezeiten

Zwei Frauen. Ein Tau. Mit den Worten verschwimmt die Zeit, verschmelzen Projektionen und Assoziationen zu vergänglichen Fantasiebildern, die zuweilen seltsam vertraut erscheinen. Ein Strandcafé. Entstanden während eines Spontanurlaubs in Belgien suchen zwei Darstellerinnen und eine Cellistin des Folkwang Universität der Künste nach Handlungsformen an der Grenze von Akrobatik und der Schönheit der Sprache.

„Du bist da. Da sind wir.
Im Sand stehen auf der Vergangenheit und blicken bis zum Horizont.
Was war was? Was war wie?
Und wenn wir siebzig sind-“

Mehr Informationen zu VIEL MACHT VIEL

die Landluft (Theater/Performance)
Von und mit Alice Ferl, Bernhard Greif, Stine Hertel, Katharina Runte, Johanna Seitz und Lukas
Koproduktion FFT Düsseldorf, im Auftrag von west off 2013

Gezeiten (Physical Theatre)
Ein Projekt mit dem Studiengang Physical Theatre der Folkwang Universität der Künste.
Choreografie/Performance Sabeth Dannenberg, Paula Gendrisch

Synkope (Tanz)
Ein Projekt mit dem Studiengang Tanz der Folkwang Universität der Künste
Choreografie/Tanz Murat Alkan, Jan Möllmer

HAUCH V (Performance)
Regie/Choreografie Paula Gendrisch
Regie/Text Almut Pape
Sound/Komposition Ludwig Abraham
Darstellung Sabeth Dannenberg, Lea Kallmeier, Mia Sellmann

Eintritt frei!