Aktuelles

 

Raimund Hoghe erhält Deutschen Tanzpreis 2020

27. Mai 2020
 

Große Freude: Unser langjähriger Pumpenhaus-Freund RAIMUND HOGHE erhält den DEUTSCHEN TANZPREIS 2020!

Raimund Hoghe gehört seit Jahren international zu den wichtigsten Choreograf*innen des Tanztheaters, die sowohl ästhetisch als auch politisch Maßstäbe setzen. Seit 1989 entwickelt er eigene Theaterarbeiten für verschiedene Tänzer und Schauspieler. 2006 erhielt er den „Prix de la critique Francaise“ für „Swan Lake, 4 Acts“ in der Kategorie „Beste ausländische Produktion“. 2019 ernannte ihn der französische Kulturminister zum „Officier de l’ordre des Arts et des Lettres“.

“Raimund Hoghe gehört seit Jahren international zu den wichtigsten ChoreographInnen, die sowohl ästhetisch als auch politisch Maßstäbe setzen. Einer der treibenden Impulse seiner Theaterarbeit fasst der Choreograph und Tänzer Hoghe selbst in einem Satz von Pier Paolo Pasolini zusammen: »Den Körper in den Kampf werfen“. In seinem Fall ein Körper, der nicht der Norm oder gängigen Schönheitsidealen entspricht. Seine Stücke reagieren auf die politischen Zeitläufte, ohne dabei jemals die eigene künstlerische Handschrift aus den Augen zu verlieren: Sie widmen sich brisanten gesellschaftspolitischen Themen wie der deutschen Geschichte, vielfältigen Formen der Ausgrenzung oder der aktuellen politischen Lage, etwa Europas Umgang Europas mit Geflüchteten. Seine Werke teilen ein Archiv gemeinsamer gesellschaftlicher Erfahrungen, dem sich die eigene Geschichte der ZuschauerInnen anschließen kann. Hoghes künstlerische Arbeit beharrt auf und praktiziert seit Jahren Inklusion und Diversität, ohne unter dieser Flagge zu segeln. Für seine Kreationen, in denen auf vielfältige Weise getanzt und gesprochen, Musik gehört und agiert wird, arbeitet Hoghe mit exzeptionellen TanzkünstlerInnen zusammen. Seit den 1990er Jahren prägt er eine ganz eigene Ästhetik und verfolgt sie seither mit einzigartiger Intensität und Konsequenz. Seine hohe Kunst der Achtsamkeit, der gesteigerten Wahrnehmung ermöglicht einen neuen Blick auf den Tanz und ist nicht zuletzt ein unablässiges Experiment mit Schönheit. Mit dem Tanzpreis 2020 wird ein Lebenswerk eines Künstlers geehrt, der nie versucht hat, das System zu bedienen, sondern es mit ungewöhnlichem Mut und persönlichem Einsatz zu verändern.” (Jurybegründung)

Wir gratulieren!

Foto: Raimund Hoghe ©Rosa Frank

Übersicht NRW-Corona-Hilfsmaßnahmen für Künstler

1. April 2020
 

Auf der Homepage www.nrw-kultur.de stellt das Kultursekratariat NRW eine Auflistung über die bisherigen Hilfsmaßnahmen für Künstler und Kulturschaffende in NRW inklusive Verlinkung zu den jeweiligen Anträgen zur Verfügung. Die Seite wird regelmäßig aktualisiert.

Corona-Krise: Sofortmaßnahmen der Landesregierung NRW für Künstler und Kulturschaffende

21. März 2020
 

Das Land NRW hat mehrere Sofortmaßnahmen beschlossen, damit die Corona-Krise nicht auch zu einer Krise für Künstler und Kulturschaffende führt:

– Fünf Millionen Euro Unterstützung für freischaffende, professionelle Künstler*innen in finanziellen Engpässen werden bereitgestellt, Einmalzahlungen von bis zu 2.000 Euro können ab sofort beantragt werden.

– Bereits bewilligte oder noch in Prüfung befindliche Förderungen werden in jedem Falle ausgezahlt, auch wenn Veranstaltungen und Projekte abgesagt oder verschoben werden müssen.

Ausnahmeregelungen für Veranstalter & Einrichtungen: Ausfallkosten durch Absagen können als zuwendungsfähige Ausgaben im Rahmen der Förderungen anerkannt werden, und es gibt eine Lockerung der bei Verwendung von Fördermittel geltenden Zwei-Monats-Fristen.

Zur Pressemitteilung

Dachverband Tanz: Aufruf zur Erhebung der Einnahmeausfälle im Tanz durch Corona

21. März 2020
 

Zu den Folgen der Corona-Pandemie gehören im Kulturbereich auch hohe Verluste an Einnahmen für viele Selbständige im Tanzbereich (Künstler*innen, Pädagog*innen, Produktionsleiter*innen, Techniker*innen… ) und Tanzorte (Schulen, Spielstätten, Produktionsorte, Archive, …). Bund und Länder wollen diese Verluste ausgleichen und arbeiten an Härtefallfonds – auch im Kulturbereich werden Hilfsmaßnahmen erarbeitet.

Wichtig ist jetzt, diese Einnahmeausfälle gut zu dokumentieren. Für die Tanzverbände und Netzwerke ist diese Übersicht wichtig, um den Bedarf auf den verschiedenen Ebenen zu erfassen, zu kennen und die Größenordnung weiterleiten zu können.

Gemeinsam mit TanzSzene Baden-Württemberg, Tanzbüro Berlin, Tanzbüro München und nrw landesbüro tanz, hat der Dachverband Tanz eine einheitliche und einfach zu handhabende Tabellenstruktur entwickelt, um diese Einnahmeausfälle zu erfassen.

Es sind Erfassungstabellen für

  • Selbständige (Tanz-Künstler*innen, Pädagog*innen, Produktionsleiter*innen, Techniker*innen…)
  • Ensembles
  • Einrichtungen (Spielstätten, Produktionshäuser u.a.)
  • Schulen (private Schulen, Tanzprojekte, Tanzweiterbildungen)

Der Dachverband Tanz bittet darum, bis zum Freitag, 27.März 2020, die für zutreffende(n) Tabelle(n) auszufüllen und an corona-folgen@dachverband-tanz.de zu senden.