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VORANKÜNDIGUNG DEZEMBER
Transittheater
DER MESSIAS kommt wieder: Das Manna unter den Chaos-Komödien um Theaterdirektor Theo und Pannen-Profi Bernhard, die sämtliche Rollen der Weihnachtsgeschichte selbst performen und dabei dilettieren, bis die Krippe kippt. Ganz zu schweigen von Opern-Diva Frau Timm, deren Händel-Arien den stärksten Ochsen umhauen. Erhebender als jeder adventliche Eierpunsch. Halleluja!
Fr 15. + Sa 16. November, 20 Uhr
Tanzprojekte Heidi Sievert
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„Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt“. In diesem Schiller-Bonmot steckt schon die ganze Leichtigkeit und Ausgelassenheit, von der FRISCHLUFT getragen wird – die jüngste Produktion der Tanzprojekte Heidi Sievert. Choreographin Lena van Bebber fächert hier einen Szenenreigen auf, der das Spiel in all seinen Dimensionen erkundet. Mit elf jungen Tänzerinnen. Zusammen und in Soli erzählen sie fein gearbeitete Geschichten vom Klettern, Wirbeln und Welten schaffen.
Sa 16., Mo 18., Di 19. und Mi 20. November, 20 Uhr, Studiobühne Münster
GLOSTER Productions
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Zwei Schauspieler und ein Musikquartett reisen in die Ideenwelten des Spätaufklärers und Dichters Karl Philipp Moritz (1756-1793). Bekannt geworden durch den autobiographischen Roman »Anton Reiser«, besticht er durch seinen unverwechselbaren Sprachstil. Und wo die Sprache endet, fängt die Musik an…
So 17. November, 11 bis 15 Uhr, Theatertreff Theater Münster
GLOSTER Productions
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„Karl Philipp Moritz (1756-1793) war ein wirkungsvoller Vertreter der deutschen Spätaufklärung, dessen Leistungen es wert sind, vor dem Vergessen bewahrt zu werden“, schrieb der Münsteraner Moritz-Kenner Klaus Becker, Autor des in Anlehnung an die Funk-Essays Arno Schmidts geschriebenen Dialogs „Schrecklich? – Männlich? – Moritz!“. In dem von Carla Becker und Carsten Bender gelesenen Dialog geht Becker der Frage nach, inwiefern Moritz den ihm von Schmidt zuerkannten Titel „Literarischer Schreckensmann“ zu Recht trägt.
So 17., Mo 18. + Mi 20., Do 21. + Mo 25.+ Do 28.11., 19 Uhr
Theater-mitallensinnen
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Ob man selbst entscheiden darf, wann das Leben vorbei ist – an dieser Frage scheiden sich die Geister. Der niederländische Autor Wannie de Wijn verhandelt das noch immer tabuverstellte Thema Sterbehilfe in seinem Stück DER GUTE TOD (der deutschen Entsprechung von „Euthanasie“). Im Zentrum steht Bernhard, der Krebs im Endstadium hat. Und sich verabschieden will. Dafür versammelt er noch mal die wichtigsten Menschen um sich, seine Brüder, seine Geliebte Hannah, die Tochter, einen befreundeten Arzt. Allerdings verläuft der Whiskey-umflorte Abend nicht konfliktfrei. Eine „beeindruckende Inszenierung“ hat die MZ gesehen, mit „reichlich Stoff für anschließende Diskussionen“.
Fr 22. + Sa 23. November, 20 Uhr
Niv Sheinfeld & Oren Laor
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Jetzt wird’s romantisch. Da stehen Blumen und ein Plattenspieler. Es läuft Musik von Gustav Mahler. Und es kommt zu einem langen, innigen Kuss. Zu viel Klischee? Überdosis Pathos? Das Gefühl hatten Niv Sheinfeld und Oren Laor auch. Weswegen die genialen israelischen Tänzer-Choreographen nun ihre eigene Version des Klassikers THE THIRD DANCE auflegen. Ein Abend, der von einer langjährigen Beziehung erzählt. Von der Liebe und vom Auseinanderdriften. Von der Veränderung der Körper und ihres Zusammenseins. Ganz ohne Pathos.
Mi 27. November, 20 Uhr
Helena Waldmann
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Es gibt Körper. Und es gibt Fremdkörper. Eindringlinge, gegen die man die vollen Abwehrkräfte mobilisieren muss. Schließlich ist Schutz das Gebot der Stunde. Was fürs Immunsystem wie für Staaten gilt. Oder nicht? Könnte es auch sein, dass gerade die totale Abschottung uns verwundbar macht? Die Choreographin Helena Waldmann nimmt in ihrem jüngsten Stück eine Autopsie vor. Eine unter die Haut gehende Innenschau unserer Befindlichkeiten und Ängste. Und was für eine! Mit vier Martial-Arts-erprobten Performern entfesselt die Künstlerin ein furioses Kampfsport-Theater für die Gegenwart der Mauerbauer und Bollwerker.