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VORANKÜNDIGUNG DEZEMBER
Transittheater
DER MESSIAS kommt wieder: Das Manna unter den Chaos-Komödien um Theaterdirektor Theo und Pannen-Profi Bernhard, die sämtliche Rollen der Weihnachtsgeschichte selbst performen und dabei dilettieren, bis die Krippe kippt. Ganz zu schweigen von Opern-Diva Frau Timm, deren Händel-Arien den stärksten Ochsen umhauen. Erhebender als jeder adventliche Eierpunsch. Halleluja!
So 17., Mo 18. + Mi 20., Do 21. + Mo 25.+ Do 28.11., 19 Uhr
Theater-mitallensinnen
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Ob man selbst entscheiden darf, wann das Leben vorbei ist – an dieser Frage scheiden sich die Geister. Der niederländische Autor Wannie de Wijn verhandelt das noch immer tabuverstellte Thema Sterbehilfe in seinem Stück DER GUTE TOD (der deutschen Entsprechung von „Euthanasie“). Im Zentrum steht Bernhard, der Krebs im Endstadium hat. Und sich verabschieden will. Dafür versammelt er noch mal die wichtigsten Menschen um sich, seine Brüder, seine Geliebte Hannah, die Tochter, einen befreundeten Arzt. Allerdings verläuft der Whiskey-umflorte Abend nicht konfliktfrei. Eine „beeindruckende Inszenierung“ hat die MZ gesehen, mit „reichlich Stoff für anschließende Diskussionen“.
Fr 22. + Sa 23. November, 20 Uhr
Niv Sheinfeld & Oren Laor
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Jetzt wird’s romantisch. Da stehen Blumen und ein Plattenspieler. Es läuft Musik von Gustav Mahler. Und es kommt zu einem langen, innigen Kuss. Zu viel Klischee? Überdosis Pathos? Das Gefühl hatten Niv Sheinfeld und Oren Laor auch. Weswegen die genialen israelischen Tänzer-Choreographen nun ihre eigene Version des Klassikers THE THIRD DANCE auflegen. Ein Abend, der von einer langjährigen Beziehung erzählt. Von der Liebe und vom Auseinanderdriften. Von der Veränderung der Körper und ihres Zusammenseins. Ganz ohne Pathos.
Mi 27. November, 20 Uhr
Helena Waldmann
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Es gibt Körper. Und es gibt Fremdkörper. Eindringlinge, gegen die man die vollen Abwehrkräfte mobilisieren muss. Schließlich ist Schutz das Gebot der Stunde. Was fürs Immunsystem wie für Staaten gilt. Oder nicht? Könnte es auch sein, dass gerade die totale Abschottung uns verwundbar macht? Die Choreographin Helena Waldmann nimmt in ihrem jüngsten Stück eine Autopsie vor. Eine unter die Haut gehende Innenschau unserer Befindlichkeiten und Ängste. Und was für eine! Mit vier Martial-Arts-erprobten Performern entfesselt die Künstlerin ein furioses Kampfsport-Theater für die Gegenwart der Mauerbauer und Bollwerker.
Sa 30. November, 19 Uhr
HELLO MY NAME IS… #27
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Wir kapitulieren und geben die Bühne frei. HELLO MY NAME IS hat unser Foyer zuletzt derart aus den Nähten platzen lassen, dass wir den angehenden Rapperinnen und Rappern jetzt unseren großen Pumpenhaus-Saal öffnen. Am Erfolgskonzept des Open-Mic-Formats – „in der lokalen Rap-Szene längst eine Institution“ (WN) – ändert sich natürlich nix. Eine münsterweit bekannte und vernetzte Live-Band steht den Kaltwasser-Springern als Backup zur Seite. Zu deren satten Beats dürfen sich alle unerschrockenen MCs, Singer oder Whatever-Performer ausprobieren. Also: rumkommen und mitmachen!
Szenische Lesung | So. 01.12.2019, 18 Uhr
Gabriele Brüning
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Erfolgsgeheimnis? Gibt’s in diesem Fall nicht. Der Grund, weshalb wir Gabriele Brünings Solo-Performance „Fräulein Else“ gerne wieder und wieder zeigen, liegt auf der Hand – sie ist einfach fantastisch. Die 19-jährige Else bittet im Auftrag ihrer Mutter den reichen Kunsthändler Dorsday um eine stattliche Summe. Der willigt zwar ein. Verlangt im Gegenzug aber, die junge Frau für eine Viertelstunde nackt zu sehen. Ein unmoralisches Angebot, das die Titelheldin in rasende Empörung, sexuelle Fantasien und das Ringen um Emanzipation stürzt. Brüning belebt diesen Gedankenstrom spielend, lesend, elektrisierend. Längst ein Münster-Klassiker.
Tanz | Sa 7. Dezember, 20 Uhr
Raimund Hoghe
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Raimund Hoghe ist zurück. Und mit ihm zwei herausragende Tänzerpersönlichkeiten, die ihn schon lange begleiten. Als exklusive Preview vor der Premiere zeigt der international gefeierte Choreograph im Pumpenhaus POSTCARDS FROM VIETNAM. Ein Stück, das von ausklappbaren Karten aus Asien inspiriert ist, die Hoghe bei einem Straßenverkäufer in Paris entdecket hat. Fragile Erinnerungsstücke ohne Geschichte. Mit der Südkoreanerin Ji Hye Chung (LA VALSE) und dem Japaner Takashi Ueno (PAS DE DEUX) verwandelt Hoghe diese Ansichtssachen in Projektionsflächen. Denkt nach über Vergangenheit, Vergänglichkeit und die Sehnsucht nach einem anderen Leben.