19.05.2009 – Noch einmal: Halbstarke Halbgötter. von Martina Döbbe, Westfälische Nachrichten

Pressespiegel

 

19.05.2009 – Noch einmal: Halbstarke Halbgötter. von Martina Döbbe, Westfälische Nachrichten
Ungeschönter Blick in den Arzt-Alltag

Münster. Es gab ein erstes Mal. Es gab auch ein zweites Mal. Und es gibt jetzt ein drittes Mal. Doch das, daran lässt Tugsal Mogul, keinen Zweifel, das ist gleichzeitig (in Münster) auch das letzte Mal. Der Mann mit den vielen Gesichtern – er ist Arzt an der Raphaelsklinik und zudem Schauspieler – ist auch der Vater der „Halbstarken Halbgötter“. Sein Stück, seine Inszenierung, seine erlebten und gesammelten Geschichten aus dem Mediziner-Alltag, sie waren ein Riesenerfolg. „So viele Resonanz, Mails, Gespräche, so viel Interesse für dieses Thema, das hat uns alle gefreut und auch ein bisschen stolz gemacht“, sagt er bescheiden.
Neun Vorstellungen, neunmal ausverkauft – das freute im Mai und Dezember vergangenen Jahres auch die Verantwortlichen im Pumpenhaus. Und immer noch Schlangen an der Theaterkasse, immer noch Theaterfreunde, die ohne Karte wieder nach Hause gehen mussten. Deshalb gibt es jetzt noch in drittes Mal (und letztes Mal). Wohlgemerkt: für Münster. Bonn und auch die Medizinische Hochschule Hannover haben Interesse an den Halbgöttern angemeldet.
Dieser Blick hinter die Kulissen des Arztberufes, der ist eigentlich kein Theater, der ist Realität – das sagt nicht nur der Schauspieler, der gleichzeitig Arzt ist. Das haben ihm auch viele Kollegen und Mitarbeiter aus Kliniken und Krankenhäusern bestätigt. Denn das, was für viele mit viel Idealismus und Einsatz für kranke Menschen beginnt, endet nicht selten in persönlichen Krisen.
Carmen Dalfogo ist eine der Schauspielerinnen im „Theater Operation“ – und freut sich mit den anderen Ensemble-Mitgliedern riesig über den Erfolg. Sie hat sich sehr mit dieser Rolle als Medizinerin beschäftigt – sie hat ihr auch einen eigenen, neuen Blick auf den Beruf des Arztes vermittelt. „Wir wollen kein Arzt-Klischee bedienen“, betont sie. Die Ernsthaftigkeit und die Wahrhaftigkeit sei wahrscheinlich auch ein Schlüssel für die positive Resonanz bei den Zuschauern.
Wer diesen ungeschönten Blick in den Arzt-Alltag noch einmal erleben möchte, der kann dies am 26., 27., 29., 30. und 31. Mai um 20 Uhr im Pumpenhaus, Gartenstraße 123, tun. Die Vorstellungen beginnen um 20 Uhr, Karten gibt es im WN-Ticket-Shop ( Tel. 69 05 93) am Prinzipalmarkt, beim Pumpenhaus ( Tel. 23 34 43).