31.03.2008 – Helmut Jasny in der Münsterschen Zeitung: Gottschalks Konkurrenz

Pressespiegel

 

31.03.2008 – Helmut Jasny in der Münsterschen Zeitung
Gottschalks Konkurrenz

Münster. Die Talkshow erobert das Pumpenhaus. Wo sich gewöhnlich Tanz und Theater in Avantgarde üben, hatte Adam Riese am Samstagabend zur besten Wetten dass …?-Zeit ein Sofa riesiges auf die Bühne gewuchtet.

Götz Alsmann und Nikola Materne. Sie singen „Musik liegt in der Luft“. Begleitet von der Showband „Markus Paßlick und seine Original Pumpernickel“.
Musikalisch unterstützt von Markus Paßlick und seinen Original Pumpernickeln, plauderte er vor ausverkauftem Haus drei Stunden lang mit Götz Alsmann, der Sängerin Nikola Materne und der TV-Redakteurin Hilla Stadtbäumer. Gottschalk und Konsorten hätten es nicht besser hingekriegt. Was natürlich auch an den Gästen lag.

Für Nikola Materne, die mit dem Duo „Sphere“ und der Jazzband „Bossa noire“ Erfolge feiert, hat sich Riese ein Patriotismus-Spiel ausgedacht. Da sie abwechselnd in Münster und Berlin wohnt, muss sie sich zwischen Alternativen wie Prinzipalmarkt oder Kudamm, Kreuzviertel oder Kreuzberg, Schwan Petra oder Bär Knut, entscheiden. Zwar gewinnt Berlin knapp, aber Riese, Münsteraner mit Leib und Seele, deutet das Ergebnis in ein gefühltes Unentschieden um und überschüttet seinen Gast mit einem Berg gesponserten Pumpernickels.

Nicht seefest

Von Hilla Stadtbäumer erfährt man, dass sie ursprünglich Meeresbiologin werden wollte. Da sie sich als nicht seefest erwies, heuerte sie zunächst beim Naturkundemuseum in Münster an. Später wechselte sie zum Fernsehen, wo sie heute Chefredakteurin bei der „Sendung mit der Maus“ ist. Eingedenk ihrer Biologinnen-Vergangenheit soll sie Vogelstimmen erraten. Dabei stellt sich heraus, dass Redakteurin doch der bessere Job für sie ist.

Götz Alsmann kennt jeder, was soll man ihn noch groß erzählen lassen? Riese entlockt ihm Erinnerungen an seine Anfänge im Odeon. Dokumentiert wird das Ganze durch einen Ausschnitt aus dem genial dilettantischen Jux-Video „1200 Jahre Odeon“, in dem Alsmann den Rock’n’Roll-Animateur gibt. Auf das Stichwort Lambertibrunnen fallen ihm langhaarige Hippies ein. Er selbst sei aber nie dabei gewesen, sondern habe bei Tschibo um die Ecke seinen Kaffee getrunken – „alleine zwar, aber in dem Bewusstsein, ich habe Recht und die bessere Frisur“.

Die nächste Show ist Pfingstsamstag (10. Mai) im Pumpenhaus mit den Gästen Carsten Höfer (Comedian), Johnny Ketzel (Countrysänger) und Sandra Lüpkes (Autorin). Karten im Ticket-Corner unter Tel. 0251/5925252.