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Physical Theatre | Fr. 18. und Sa. 19.01.2019, 20h, sowie So. 20.01.2019, 16 Uhr – Special Sabeth + friends: performatives Intro inkl. Kaffee und Kuchen mit anschließender Aufführung um 17 Uhr
Sabeth Dannenberg / Physical Monkey
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„Ich glaube an die Liebe, an die Gerechtigkeit, an das Leben“. Mit diesem Manifest tritt die Performerin Sabeth Dannenberg in ihrer Inszenierung „Camouflage“ an. Um von Kampf und Widerstand zu erzählen. Um die Frage aufzuwerfen, ob es Ideen gibt, für die es sich zu sterben lohnt – oder zu töten. Um weibliche Radikalität in den Blick zu nehmen und den schmalen Grat zwischen Stärke und Gewalt abzumessen. Dannenberg, die als Physical-Theatre-Künstlerin Tanz, Akrobatik und Poesie verbindet, wirft ihren Körper in die Schlacht. Schafft revolutionäre Bewegung. Vom politischen Erwachen bis zum Guerilla-Krieg braucht es nur Augenblicke. Nach der bejubelten Premiere kehrt die „beeindruckende Inszenierung“ (WN) jetzt ins Pumpenhaus zurück.
Theater | Di. 22.01.2019, 20h
Theater mitallensinnen
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Die Deadline rückt näher. Der letzte Tag. Bernhard, unheilbar krank, wird seinem Leben ein Ende setzen, selbstbestimmt. So ist es mit dem Arzt und Freund Robert abgemacht. So erlaubt es das Gesetz in den Niederlanden. Versammelt sind Bernhards erwachsene Töchter, seine Brüder, seine Freundin Hannah. Abschied nehmen, Party feiern, dem Tod bei einem Glas Whiskey ins Gesicht lachen. Aber so einfach ist es nicht. „Der gute Tod“ hat der holländische Autor Wannie de Wijn sein Stück über die Sterbehilfe genannt. Regisseur Franz Bernhard Schrewe vom theater-mitallensinnen bringt es mit beachtlichem Gefühl für die Zwiespalte und Zwischenräume des Themas auf die Bühne.
Tanz | Fr. 25. und Sa. 26.01.2019, 20h
ALDES/ Roberto Castello
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Der lateinische Titel dieses Stücks bedeutet frei übersetzt: „Wir gehen in der Nacht herum und werden von Flammen verzehrt“. Ein Zitat des französischen Denkers und Filmemachers Guy Debord. Gemeint als radikale Kritik am Kapitalismus. Der italienische Choreograph Roberto Castello begreift den Satz aber noch viel existenzieller. Mit vier schwarzgekleideten Tänzerinnen und Tänzern baut er eine Versuchsanordnung, die nicht von ungefähr an Beckett erinnert. Hier geht es um das nackte Dasein. Um die Vergeblichkeit in jeder Geste. Ums Haltfinden im Schlund der Sinnlosigkeit.
Theater | Do. 31.01.2019 – So. 03.02.2019 + Do. 07. – So. 10.02.2019, 20h (Fr. 08.02.2019 mit Gebärdensprachedolmetscher)
Cactus Junges Theater
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Den Klassiker der politischen Literatur wollte Cactus Junges Theater sich immer schon mal vorknöpfen. Zeitlos mit seiner Geschichte einer Revolution, die vom Regen in die Traufe führt. Der Mensch ist der Feind! Aber die Herrschaft der Schweine fällt kaum humaner aus. Die Regisseure Alban Renz und Shaun Fitzpatrick rollen die dystopische Fabel mit ihrem 11-köpfigen Ensemble völlig frei auf. Beackern animalisch wild das Orwellsche Feld aus Macht und Missbrauch, Lügen und Gewalt.
Tanz | Fr. 15. und Sa. 16.02.2019, 20 Uhr
KEREN LEVI
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DEUTSCHLAND-PREMIERE: Klang ist ein flüchtiges Phänomen. Der geniale amerikanische Komponist Morton Feldman wusste das. Für ihn war jeder Sound eine vorüber ziehende Landschaft. Die israelische Choreographin Keren Levi nimmt sich ach dem gefeierten FOOTNOTES (FOR CRIPPLED SYMMETRY) erneut ein Stück des radikalen Erneuerers vor und macht daraus eine berührende und intime Solo-Performance – ihre erste seit THE BOTTOM LINE vor über 15 Jahren.
Theater | Di. 19.02.2019, 20 Uhr
GLOSTER Productions
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Molenbeek, Brüssel. Berüchtigter Brennpunkt, vermeintliche Brutstätte des islamistischen Terrors. Hier findet sich Antigone wieder. Nur heißt sie jetzt Nuria, studiert Jura und wartet auf die sterblichen Überreste ihres Bruders. Der hat ein Selbstmordattentat verübt, weswegen die Behörden sich wenig kooperativ zeigen. Wieder muss die Frau um ihr Recht kämpfen, den Toten zu beerdigen und selbst Frieden zu finden. Carolin Wirth und Carsten Bender verwandeln den Roman des belgischen Autors Stefan Hertmans in eine szenische Lesung „mit dramatischer Intensität“ (WN) – und machen so einen Konflikt erlebbar, der an die Grundfesten unseres Zusammenlebens rührt.