23.11.2010 – Andreas Rickert / Westfälischen Nachrichten: Zur Skulptur kommt Kultur

Pressespiegel

 

23.11.2010 – Andreas Rickert für die Westfälischen Nachrichten
Zur Skulptur kommt Kultur

„Kulturhauptstädte kommen und gehen, Kulturgebiete bleiben.“, verkündete Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe am Samstag auf der Abschlussfeier des künstlerischen Großprojektes Kulturgebiet Münster 2010 unter Anwesenheit der Ideengeber, künstlerischen Leiter, vieler Sponsoren und Unterstützer.

Damit betonte er zum einen, dass sich Münster als Kulturgebiet im Jahr 2010 neben der Kulturhauptstadt Ruhr behauptet hat. Zum anderen verwies er er auf die Möglichkeit, das Großprojekt im regelmäßigen Dreijahresrhythmus zu wiederholen. Somit würde das Kulturgebiet Münster zu einem festen Bestandteil des Stadtgeschehens, wie es bisher nur in Form der seit 1977 im Zehnjahresrhythmus veranstalteten Skulpturprojekte existiert. Über die finanzielle Realisierbarkeit äußerte sich Lewe nicht eindeutig.

 Unter Moderation von André Boße wurde an diesem Abend auf die großen Kulturprojekte des ausklingenden Jahres zurückgeblickt. Der Intendant des Theater im Pumpenhaus, Ludger Schnieder, hatte eine vielseitige Bilanz zum Jubiläumsfestival „Statements“ vorzuweisen: 58 Tage Programm, 317 im Rahmen des Festivals bestellte Döner, 60 Rechtschreibfehler pro Tonne gedrucktem Werbematerial, aber auch null Nervenzusammenbrüche und null Tränen, mithin ein großer Erfolg.

Auch die Leiterin des Internationalen Holzbläser Festivals „Summerwinds“, Dr. Susanne Schulte, erinnerte sich lachend an die irrtümliche Sorge, die Öffentlichkeit könne an Holzblasinstrumenten nicht interessiert sein: „Über dem Ganzen stand der ,Fluch der Blockflöte´“.