12.12.2008 – Stadtwerke fördern Theater

Pressespiegel

 

12.12.2008 
Stadtwerke fördern Theater

Münster. Weihnachtsspenden für gute Zwecke hat fast jede Firma im Jahresetat. Wenn aber ein Unternehmen es nicht bei der einmaligen Geldzahlung belassen, sondern eine Patenschaft übernehmen will, dann muss es schon eine starke Verbindung zu dem unterstützten Projekt geben. Für die Stadtwerke und das Theater Sycorax heißt dieses Bindeglied mit einem Wort „Energie“.
Seit 1996 schon arbeitet das Theater Sycorax mit Menschen, die psychische Grenzerfahrungen gemachten haben. Immer wieder gelingt es den beiden Leitern Paula Artkamp und Manfred Kerklau, mit den Laienspielern professionell zu arbeiten und durch die ausgewählten Themen auch viel Authentizität in die Präsentation der Stücke zu legen.
Das alles geht natürlich nicht ohne „reichlich Energie und die nötigen finanziellen Hilfsmittel“, weiß Sprecherin Rita Roring. Die Energie bringen alle Mitarbeiter zweifelsohne bei jeder Probe und jeder Aufführung mit. Die Finanzen hingegen sind oft ein hartes Stück Überzeugungsarbeit.
Momentan arbeitet das Ensemble, das sich stets aus zwölf bis 15 Personen zusammensetzt, an einem Stück mit dem Arbeitstitel „Tatendurst“, dessen Idee Manfred Kerklau so beschreibt: „Das Stück handelt von der Arbeit und der Muße und stellt Fragen nach dem Zusammenhang von sozialem Leben und Arbeit.“ In der Entwicklung der Collage beschäftigt sich das Ensemble aber auch ganz intensiv mit der Frage der Arbeitslosigkeit und dem dadurch entstehenden Stand in der Gesellschaft.
Für den Leiter der Stadtwerke, Dr. Henning Müller-Tengelmann, bot das Sycorax-Theater gleich mehrere Anknüpfungspunkte: „Zum einen erkennen wir als lokaler Versorger auch unsere Verantwortung für lokale Projekte.“
Zum anderen komme das kulturelle Angebot bei Fördermaßnahmen im Gegensatz zu sozialen Projekten meist zu kurz, obwohl „Kunst ohne Förderung nicht lebensfähig“ sei. Bei der neuen Patenschaft, die mit einer Spende von 5000 Euro startet, liefern die Stadtwerke der integrativen Theatergruppe im Pumpenhaus nun also sowohl soziale als auch kulturelle Unterstützung.So warten die Beteiligten schon jetzt gespannt auf das Jahr 2009, das nämlich nicht nur die Premiere des Stücks im April vorsieht, sondern auch eine Zusammenarbeit auf anderen Ebenen: „Die Unternehmen können gegenseitig Öffentlichkeitsarbeit machen“, erklärte Stadtwerke-Sprecherin Petra Willing. Außerdem sind Auftritte der Gruppe bei Firmen-Events der Stadtwerke sowie ein Theater-Workshop auf dem Programm.