04.06.2008 – Helmut Jasny in der Münsterschen Zeitung – Das Finale der Soap: Tränen, Trauer, ganz viel Liebe

Pressespiegel

 

04.06.2008 – Helmut Jasny in der Münsterschen Zeitung
Das Finale der Soap: Tränen, Trauer, ganz viel Liebe

MÜNSTER. Die Taschentücher sind wirklich, wirklich nötig. Bei der letzten Folge der Soap gab es im Publikum und bei den Schauspielern Tränen. Bye-bye, Agnes! Ciao Melissa! Die letzte Folge in Münsters Pumpenhaus ist dramatisch, grotesk, komisch – und unendlich traurig.
Mit Blitz und Donnerschlag startet der letzte Teil der Theatersoap im Pumpenhaus. Man fühlt sich an die Gewitternacht bei Frankenstein erinnert. Aber keine zusammengeflickten Leichenteile werden hier zum Leben erweckt, sondern Agnes, die aus unglücklicher Liebe Selbstmord begehen wollte. Bei der spektakulären Aktion ziehen die Darsteller alle Register in Sachen Dramatik und Komik. Als hätte es die Muppets in eine Shakespearesche Tragödie verschlagen.
Das Unwetter bringt auch Pater Claudius in die Bredouille. Als ihm Praktikantin Sabine anbietet, bei ihr zu übernachten, muss er sich zwischen Beruf und Liebe entscheiden. Was die beiden aus der Sache machen, soll hier nicht verraten werden. Jedenfalls ist es „genau das, wonach es aussieht“, wie Sabine ihrer Freundin Helena erklärt, nachdem diese unvermutet ins Zimmer schneit. Ein bisschen ist daran auch Juliane Tölle schuld. Die Gewinnerin des Soap-Quiz’ wirkt in der letzten Folge als Sturmbeauftragte mit und wird vom Pater prompt für seinen obersten Dienstherrn gehalten.
Liebe schwärmt auf allen Wegen – zumindest was die Nebenschauplätze betrifft. Komplizierter wird es bei der Haupthandlung um Melissas verschwundenes Kind. In einer telepathischen Konferenzschaltung mit Paula und Donna findet Johanns esoterisch angehauchte Tante Cosima etwas heraus, was ein völlig neues Licht auf die Sache wirft. In Rückblenden wird der Fall noch einmal aufgerollt. Und wer meinte zu wissen, was gut und böse ist, erlebt manche Überraschung.
Im Gegensatz zur ersten Staffel gibt es hier keinen Cliffhanger. Das Ende ist ein richtiges – ein bisschen glücklich, ein bisschen traurig, wie so oft im Leben. Und so empfindet wohl auch das Ensemble. Glücklich, weil sie ein derart erfolgreiches Projekt auf die Beine gestellt haben, traurig, weil es mangels Geld keine Fortsetzung geben wird. Oder hat es etwas zu bedeuten, dass am Schluss Zara Leander „Ich weiß, es wird einmal ein Wunder geschehen“ anstimmt?

Termine: Mittwoch (4. Juni) und Donnerstag (5. Juni) um 20 Uhr im Pumpenhaus.

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