13.03.2008 – Gerhard Heinrich Kock in den Westfälischen Nachrichten: Zwei Männer – ein Gespräch

Pressespiegel

 

13.03.2008 – Gerhard Heinrich Kock in den Westfälischen Nachrichten
Zwei Männer – ein Gespräch

Münster. „Die Zoogeschichte“ ist einfach gestrickt, aber genial gemustert. Es ist ein Stück in nur einer Szene, aber in dieser guten Stunde prallen Leben, Welten, Konzepte gnadenlos aufeinander. Ein echter Edward Albee eben. Pitt Hartmann und Andreas Ladwig haben sich diesen Klassiker zum 50-Jährigen Bestehen des Stücke vorgenommen.
Mit der 1958 geschriebenen „Zoo Story“ gelang Edward Albee gleich mit seinem ersten Werk der Durchbruch. Witzigerweise wurde das Stück 1959 in Berlin uraufgeführt. Später in New York schwärmte Norman Mailer: „Das ist der beste Einakter, den ich je gesehen habe.“ Für Albee bedeutete dies, keine Schreibmaschinen mehr verkaufen zu müssen, sondern Stücke zu schreiben, Stücke wir „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“.
In der „Zoogeschichte“ treffen der Familienvater Peter und der Loser Jerry an einer Parkbank aufeinander. Aber mit den Personen gerät zugleich viel mehr aneinander: Gewohnheit auf Unrast, der Sesshafte mit dem Nomaden, das Gesellschaftstier mit dem Individualisten, der amerikanischer Traum mit dem amerikanischer Albtraum.
Hartmann und Ladwig lassen dieses intime Gespräch im öffentlichen Raum im Keller des Pumpenhauses stattfinden. Fürs passende New-York-Feeling sorgt Gregor Droste, der Ton-Material und Fotos aus Big Apple beisteuert. Der Zuschauer wird den Bühnenraum wie ein Subway-Entree betreten. Am Ostersonntag gibt es einer Sondervorstellung im alten Güterbahnhof inmitten der New-York-Fotos von Thomas Niessen, zugleich die letzte Gelegenheit, die Fotos zu sehen. Premiere ist am Mittwoch (19. März) um 20 Uhr. Weitere Aufführungen: 20., 21. und 22. März im Pumpenhaus (Gartenstraße 123) sowie am 24. März im alten Güterbahnhof (Hafenstraße 64) jeweils um 20 Uhr. Karten (12 / 7,50 Euro): 23 34 43.