29.03.2007 – Begeisterungsstürme

Pressespiegel

 

29.03.2007 – 
Begeisterungsstürme

ELENI MANDELLs Konzert im Frühjahr 2005 war das Erste in der Reihe „Musik, die unsere Techniker lieben“ in Münsters feinster Theater location, dem „Pumpenhaus“ an der Gartenstraße. Und es war nichts weiter als legendär, glaubt man allen Beteiligten. Selbst MANDELL äußerte in einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“, dass dies das beste Konzert ihrer damaligen Tournee gewesen sei! Jetzt kommt die kalifornische Schönheit erneut an den Schauplatz ihres Triumphs zurück, mit im Gepäck ihr bis dato positivstes und zugänglichstes Werk „Miracles of five“, mit dem sie sich endgültig vonjeglichen Schubladen verabschiedet, in die man sie hat stecken wollen: Was zu Beginn ihrer Karriere noch deutlich rauh und gebrochen daher kam(in etwa vergleichbar mit P. J. HARVEY und LISA GERMANO), entwickelt nuneinen ganz eigenen Charme: Lasziver bar jazz, echter country (nix mit“alternative“ oder „lo-fi“ oder so), blues und Americana verquirlt MissMANDELL zu einer Mischung, die einfach jeden Zuhörer betört, wobei ELENI weiterhin zwischen allen Stühlen sitzt: Den JOANNA NEWSOM vergötternden indie kids ist sie gar nicht erst bekannt (weil zu „alt“ und zu wenig „indie“), und der „Rolling Stone“ lesende Rock-Machismo, der lieber eine gefügig-säuselnde NORAH JONES anglotzen möchte, kommt mit ihrer Diva-Attitüde erst recht nicht klar. Gut so. Denn hier tritt jemand vor das beste (weil aufmerksamste und leiseste) Konzertpublikum Münsters, der keinerlei durchgesessenen Stühlebraucht, um es sich bequem zu machen: Die zwischen TOM WAITS und der L.A.-Punk-Legende X aufgewachsene ELENI MANDELL ist schlichtweg eine Göttin, ausgestattet mit einer ungeheuer variablen Stimme, die über jeden Vergleich erhaben ist. Ihre background band ist ein mit zweiAusnahmemusikern besetztes Duo, bestehend aus dem in Fairbanks, Alaska(!!!), aufgewachsenen KEVIN FITZGERALD (seit 2000 Schlagzeuger bei der legendären Los Angeles-!!!hardcore!!!-Institution CIRCLE JERKS (ja, kein Scheiß!)) und dem aus Pendleton, Oregon, stammenden, wirklich überragenden, Kontrabassisten RYAN FEVES.