Monika Gintersdorfer / La Fleur (Berlin) | Die Selbsternannte Aristokratie

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Tanz | Fr 29. + Sa 30.06.2018, 20h

Monika Gintersdorfer / La Fleur

Berlin
Die Selbsternannte Aristokratie

Balzac war der Experte für Glücksritter und Dandys aller Couleur. Ein Beispiel: Henri de Marsay, eitler Adliger im Erotiktaumel und Held des Romans „Das Mädchen mit den Goldaugen“. Der spielt im Frankreich des 19. Jahrhunderts. Hat aber erstaunlich viel zu tun mit einem Tanz- und Life-Style von heute, den Ivorer in Abidjan und Paris erfunden haben: Couper Décaler. Ein Spiel mit Protz und Eleganz, das auf Selbstermächtigung zielt. Regisseurin Monika Gintersdorfer – Expertin für kulturelle Fusionen zwischen Côte d’Ivoire und Westen – fächert mit ihrer Gruppe La Fleur Balzacs Gesellschaftspanorama entsprechend neu auf. Als postkoloniale Performance für smarte Underdogs. Wozu unter anderem Tänzer Franck Edmund Yao, Chanteuse Cora Frost und Matthieu Svetchine als deutsch-ivorischer Dolmetscher zählen. „Die selbsternannte Aristokratie“ verlinkt Balzac mit den Biografien der Performer. Entdeckt im Roman Rassismus und Fortschrittlichkeit (Crossdressing!). Und zeigt afrikanisches Dandytum at its best!

Mit Annick Choco, Cora Frost, Jean Claude Dagbo alias DJ Meko, Lino Makebo, Carlos Martine, Mishaa, Ordinateur, Marion Siefert, Reyod, Matthieu Svetchine, Elisabeth Tambwe, Franck Edmond Yao alias Gadoukou la Star Regie Monika Gintersdorfer Choreografie Franck Edmond Yao und LA FLEUR Mitarbeit Katia Flouest-Sell, Elise Graton Bühne Christin Vahl

Kostüm Abdoulaye Kone alias BOBWEAR, Sebastian Ellrich, Christin Vahl

Produktion La Fleur Koproduktion Theater im Pumpenhaus, Wiener Festwochen, Kampnagel, FFT Düsseldorf, MC93 maison de la culture de Seine-Saint-Denis. Mit Unterstützung des CND – Centre National de la danse, accueil en résidence  Mit Unterstützung des Théâtre de la Commune, CDN d’Aubervilliers Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes Unterstützt durch das NATIONALE PERFORMANCE NETZ Gastspielförderung Tanz, gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, sowie den Kultur- und Kunstministerien der Länder.

14,- € / erm. 9,- €