Münster in Bewegung: In was für einer Stadt wollen wir leben?

6. Juni 2013

In den letzten Tagen überschlagen sich die Ereignisse. Die Debatte um die unsichere Zukunft des städtischen Theaters findet nicht mehr auf der einsamen Insel statt, sondern setzt sich ins Verhältnis zum großen Bild des kulturellen Geschehens in Münster. Zum Beispiel heute bei einer Bürgeranhörung der SPD.

Konstatiert der Kölner Gastkünstler Jürgen Stollhans in seiner aktuellen Ausstellung in der Kunsthalle noch die Unfähigkeit Münsters zur Innovation, und die gleichzeitige Tendenz zur Musealisierung, so ist doch festzustellen, dass eine Vielzahl kleiner Akteure im freien Kulturgeschehen einen wesentlichen Beitrag zu einer kulturellen Polyphonie in der Stadt leisten. Kurz: gemeinsam mit einem ganzen Ensemble großer und kleiner Kulturinstitutionen in der Stadt, wird hier federführend an einer demokratischen Stadtgesellschaft gearbeitet. Oftmals allerdings fast unbemerkt rutschen die Künstler in einer leuchtturmorientierten Kulturförderpolitik in ein Leben unter dem Existenzminimum. Austausch auf Augenhöhe wäre der erste Schritt zu einer neuen Verteilungsgerechtigkeit. Das will unter anderem die neu gegründete Initiative MONOKULTUR anregen.

Es bleibt spannend! Wir freuen uns jedenfalls auf ein produktives Stimmengewirr in der nächsten Zeit.