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Burkhard Spinnen (Münster) - Papier und Stein. Max Geisberg
So. 13.06.2010, 11:00 Uhr

Münster, die bekanntlich lebenswerteste Stadt der Welt, verdankt einen Großteil ihres Images ihrem Imago: dem Bild einer Stadt, deren Architektur ihre Geschichte erkennbar hält. Dabei ist fast alles flammneu, nach 1945 wie Phönix aus der Asche des Krieges wiederaufgebaut. Eine zentrale Figur in dieser Wendezeit Münsters ist der Kunsthistoriker Max Geisberg. Von den Nazis seiner Funktion als Direktor des Landesmuseums enthoben, vollendete er in den Dreißiger Jahren eine umfassende Dokumentation der historischen Bausubstanz Münsters. Während die Nazis vom Tau- sendjährigen Reich faselten, tatsächlich aber an der Vernichtung aller Tradition arbeiteten, sicherte Geisberg das Material für eine Rekonstruktion, die damals wie heute lebhaft diskutiert wird. Papier und Stein ist eine szenische Collage aus Material über Max Geisberg und seine Wirkung. Es ist ein Versuch, den Ursprung der Gegenwart dieser Stadt spekulativ dingfest zu machen.

Text Burkhard Spinnen Szenische Lesung Burkhard Spinnen, Cornelia Kupferschmid Eine Auftragsproduktion des Theater im Pumpenhaus Münster Förderer Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen Unterstützer LWL-Landesmuseum, Westfälischer Kunstverein

Veranstalter: Theater im Pumpenhaus
Veranstaltungsort: Landesmuseum
10,– / Erm. 6,– Euro