Christian Fries (Münster) | Sie könnten erst einmal so höflich sein, mir guten Tag zu sagen!

Theater | Mi 28.02., Fr 2. + Sa 3.03.2018, 20.00 Uhr

neubau / Christian Fries + AGGREGATE

Münster / Leipzig, Berlin
Sie könnten erst einmal so höflich sein, mir guten Tag zu sagen!

Jemanden „dissen“? Ist ein relativ neuer Begriff. Aber ein sehr alter Vorgang. Marcel Proust zum Beispiel wusste bestens Bescheid über diesen fragwürdigen Sozialsport. Die Lästerorgien der Adligen in seinem Jahrhundertwerk „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ zeugen davon. Andere erniedrigen, um sich selbst zu erhöhen – das war freilich nicht nur in den Salons der Pariser Gesellschaft um 1900 verbreitet. Sondern ist quer durch die Zeiten, Schichten und Milieus zu beobachten. Wie behaupten Menschen ihren Status? Welche Mittel sind recht im Kampf um Rang und Existenz? Welche Rolle spielen Religion, Sexualität? Fragen, die den Regisseur Christian Fries mit Proust faszinieren. Fries hat ja schon in seiner Ibsen-Inszenierung „Rosmersholm“ („Höchst sehenswert!“, WN) das zeitlose Spiel um Macht und Manipulation seziert. Hier nun lässt er die subtile Hellsichtigkeit Prousts leuchten – die nicht selten eine comicverdächtige Komik birgt. Auch das gehört dazu. Das Dissen hat viele Gesichter.

Schauspiel Astrid Kohlhoff, Verena Noll, Stefan Ebeling, David Fischer Regie, Musik Christian Fries Bühne, Kostüme, Live-Kamera Silvio Beck Produktion neubau + AGGREGATE Koproduktion TheaterschaffT Leipzig, Theater im Pumpenhaus Münster und LOFFT Leipzig Förderer Kulturamt der Stadt Münster, NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Stadt Leipzig

http://www.christianfries.info/
http://www.theater-aggregate.de/

13,- € / erm. 8,- €
RESERVIERUNG
SA 3/03/2018 | 20.00 Uhr
Christian Fries (Münster) | Sie könnten erst einmal so höflich sein, mir guten Tag zu sagen!

Vorname     

Nachname  

Email           

Tel.              

Anzahl        

Bemerkungen