MA•KE/Sternzeit (MS) – SEXTON – rats live on no evil star

[php]the_field(datum);[/php]
Uraufführung Schauspiel/Performance/Konzert
[php]the_field(titel);[/php]
[php]the_field(company);[/php]

Dramatisches Feature (deutschsprachig) 

Ein Tisch voller Messer, die schnarren, klingeln, sirren. Eine atmende Bassklarinette. Eine Stimme, die englische Worte schmeckt, flüstert, beschwört, Worte, die einen inneren Beat, eine eigene Musik haben. Die stark autobiographischen und tabubrechenden Texte der amerikanischen Dichterin Anne Sexton sind das Leitmotiv dieses dramatischen Features. Hierzulande noch weitgehend unbekannt, war sie in Amerika ein skandalumwitterter Star. Zwei Musiker, vier Sprecher und Schauspieler kommen der schillernden Dichterdiva und Performancekünstlerin auf die Spur, ihrem extremen Leben zwischen Psychiatrie, Küche und Schreibmaschine, ihren widersprüchlichen Rollen als Hausfrau, Lyrikprofessorin, Patientin, Schriftstellerin und Femme Fatale. Stationen ihres Lebens und Arbeitens spiegeln sich in Gedichten, Briefen, Interviews, Zeitzeugen-Kommentaren, Musik und Videoprojektion.

Sexton passt in keine gängige Schublade, ebenso wenig wie die hier entstandene Collage mit Elementen aus Schauspiel, Performance und Life- Konzert.

Anne Sexton ist eine der prominentesten Vertreterinnen der »confessional poets«. Ihr Hauptwerk aus den 60er und 70er Jahren gilt in Deutschland noch immer als Geheimtip. Sexton, geboren 1928, lebte zunächst das klassische Klischee der Mittelschichts-Hausfrau, bis sie im Alter von 28 Jahren nach einem psychotischen Schub auf Anraten ihres Therapeuten Lyrik zu schreiben begann. Ihr Werk wurde vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Pulitzer-Preis. Am 4. Oktober 1974 nahm sie sich das Leben. Der S. Fischer Verlag publizierte ab 1996 die deutsche Übersetzung ihres Werkes in einer Werkedition. Die Süddeutsche Zeitung schreibt dazu: »Sextons schonungsloser Rückgriff auf autobiographisches Material, das heißt auf tabuisierte Themen wie psychiatrische Probleme und existentielle weibliche Lebenserfahrungen, geben ihrer Dichtung trotz hoher formaler Komposition und assoziativer Überhöhung eine Aura der Authentizität und machten sie zur Identifikations- und Kultfigur.«
10,- € / 8,- €

Es spielen Gabriele Brüning, Beate Reker, Andreas Ladwig
Performance Anna Stern
Klarinette Tara Bouman
Messertisch & Flötenmaschine Stephan Froleyks
Konzeption/Textmontage Anna Stern, Manfred Kerklau
Raum Hans Salomon
Video Stefan Hollekamp
Regie Manfred Kerklau
Eine Koproduktion von MA•KE/Sternzeit und dem Theater im Pumpenhaus
Unterstützt von der Stadt Münster, Fonds Darstellende Künste e.V., Staatskanzlei NRW, Gesellschaft der Musik- und Theaterfreunde Münsters und des Münsterlandes e.V.

Am Samstag, den 15. März im Anschluss Live-Konzert mit Andreas Ladwig & Band, Preis 3,- Euro