Choreographinnen – Eine lange Tanznacht

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5. Internationale Tanzwochen Münster 2002
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Vier Choreographinnen zeigen Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen. 

verschmolzen/zerrissen
Fine Kwiatkowski Magedeburg 

Die Autodidaktin Fine Kwiatkowski entwickelte als eine der ersten Tänzerinnen in der ehemaligen DDR in Zusammenarbeit mit MusikerInnen, Bildenden KünstlerInnen und Filmschaffenden eine ganz eigene Art der Performance. Die TanzMusikPerformance “verschmolzen/zerrissen“ wird in einem Zusammenspiel mit dem Percussionisten Wolfgang Schliemann von dem jeweiligen Aufführungsort geprägt und lebt aus der Intensität der Improvisation. Fine Kwiatkowski tanzt mit bizarren, alle Teile des Körpers in Bewegung setzenden Verschraubungen, Windungen und Drehungen. 

Exposure n° 3
Angela Guerreiro Hamburg 

Angela Guerreiro, ehemalige Tänzerin in der Companie RE.AL/Joao Fiadeiro (Lissabon), ist seit 1995 Choreographin und Tänzerin auf Kampnagel in Hamburg. Inspiriert von Solo-PerformerInnen des 20. Jahrhunderts aus Tanz, Theater, Musik, Kino und Kabarett entwickelt sie ihre Soloreihe “Exposure“, um zu politischen, sozialen und geschlechtsspezifischen Fragen Stellung zu nehmen. Mit jeder Auf- führung wird das Konzept der Reihe weiterentwickelt. In Münster zeigt sie die dritte Etappe in diesem Entwicklungsprozess. 

The better you look, the more you see
Isabelle Schad Berlin 

Für diese Arbeit erforscht Isabelle Schad mit einem Tänzer und einer Tänzerin den Ursprung der Bewegung. Sie beobachten Körpersprache im Alltag, in privaten und öffentlichen Situationen, isolieren und reproduzieren einzelne Bewegungsmuster und verbinden sie zu einer assoziativen und eigenwilligen Choreographie. 

Wie schon in ihrem Solo “Switch PositionFreeze-Control³, das sie ebenfalls auf diesem Festival zeigen wird, stellt sie wieder die Frage nach dem Verhältnis zwischen Performerin und BetrachterInnen und ihren unterschiedlichen Standpunkten: Was siehst Du und von wo aus? 

in the box
Bridge Markland Berlin 

Bridge Markland ist eine Virtuosin des Rollenspiels und der Verwandlung, ein Chamäleon, das sich in viele Extreme begibt, sich aber auf keines festlegen lässt und mit Leichtigkeit die Grenzen zwischen Subkultur und Hochkultur, Tanz und Theater, Comedy und Erotik überschreitet. In ihrem abendfüllenden Soloprogramm “in the box“ zappt sie sich anhand ausgewählter Zitate sub- jektiv eklektisch durch die Biographien berühmter Persönlichkeiten und steckt sie “in die Kiste“. In Münster zeigt sie zwei Ausschnitte aus ihrem Stück, einer davon behandelt Anita Berber.