fringe ensemble (Bonn) phoenix5 (MS) – Der Sprechhund

[php]the_field(datum);[/php]
Schauspiel
[php]the_field(titel);[/php]
[php]the_field(company);[/php]

 

von Andreas Vonder (NL) 

Fünf Schauspieler treffen sich in einem alten Studio, um den Film »Grüne Tulpen« zu synchronisieren. Sie warten auf die sechste Person, Martha Wagner, die im ersten Teil des Filmes eine tragende Rolle hat. 

Die Studiobedingungen sind nicht optimal. Die Schauspieler müssen improvisieren, um immer wieder kreative Lösungen für die Aufnahmen zu finden. 

Der Film »Grüne Tulpen« erzählt die traurige Lebensgeschichte vom blinden Otto, einem Mann der zweimal vom Schicksal hart getroffen wurde. Erst zeugt er ein Kind (Dimitri, das in ein Waisenhaus gegeben wird) mit seiner Schwester Martha (die im Kindbett stirbt). Und dann, 35 Jahre später, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Ottos zweites Kind, seine Tochter Anna verliebt sich in den Soldaten Dimitri, der unterwegs ist an die Front. Aber da gibt es noch Victor, ein Freund des Hauses, der soll im Auftrag Ottos helfen… 

In Der Sprechhund prallen die großen Emotionen des Films gegen die kleinen Emotionen des alltäglichen Lebens, Biographisches auf Fiktion, Realitäten auf Illusionen. 

»Wo der Protagonist im Film seine Geschichte einem geduldigen Sprechhund erzählen kann, ist der Zuhörer im normalen Leben manchmal launisch und schafft sich seine eigene Wirklichkeit. Es ist schwer, den Zuhörer am Zuhören zu halten. Inspiration für meine Arbeit an »Der Sprechhund« ist das Pirandell’sche Dilemma: Ich existiere, aber ich weiss nicht, wer ich bin, weil ich in den Augen der Anderen nur bestehe, während es keine einzige Ga- rantie gibt, dass ich auch der bin, der die anderen denken, dass ich bin. Meine Realität besteht aus dem, was ich für die anderen zu Sein scheine, womit Realität und Schein das Gleiche geworden sind.« Andreas Vonder 

»Sprechhund« ist ein Begriff aus der Filmwelt. Er ist ein preiswerter Trick, dem Zuschauer notwendige Informationen zukommen zu lassen. In vielen Filmen hat der Protagonist einen Freund oder eine Freundin, eine Mutter oder einen Psychiater, dessen einzige Funktion es ist, dass der Protagonist ihm unbegrenzt sein Herz ausschütten kann. Auf diese Weise erhält das Publikum wichtige Informationen über die Geschichte. Ein »Sprechhund« ist nur ein Ansprechpartner, eine Notlösung, ein Verlegenheitstrick. In einem wirklich guten Szenario hat niemand einen »Sprechhund« nötig. 

Der Sprechhund ist die dritte gemeinsame Arbeit des Regisseurs Frank Heuel und des niederländischen Autors Andreas Vonder. Nach www.hotel.e und MODUS gehen sie ihren ganz speziellen Weg des »work in progess« weiter, bei dem das Schreiben des Stückes und der Probenprozess unmittelbar ineinander übergehen.

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Judith Lodewijks, Bettina Marugg, Georg Lennarz, Harald Redmer, David Fischer 
TEXT Andreas Vonder
REGIE UND RAUM Frank Heuel
EINE PRODUKTION des fringe ensemble/phoenix5 und De Balie, Amsterdam mit dem Theater im Pumpenhaus, Münster und dem Theater im Ballsaal, Bonn. 
GEFÖRDERT VON der Stadt Münster, der Stadt Bonn, dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und Fonds Darstellende Künste e.V.

fringe ensemble (Bonn) phoenix5 (MS) – Der Sprechhund

[php]the_field(datum);[/php]
Schauspiel
[php]the_field(titel);[/php]
[php]the_field(company);[/php]

 

von Andreas Vonder (NL) 

Fünf Schauspieler treffen sich in einem alten Studio, um den Film »Grüne Tulpen« zu synchronisieren. Sie warten auf die sechste Person, Martha Wagner, die im ersten Teil des Filmes eine tragende Rolle hat. 

Die Studiobedingungen sind nicht optimal. Die Schauspieler müssen improvisieren, um immer wieder kreative Lösungen für die Aufnahmen zu finden. 

Der Film »Grüne Tulpen« erzählt die traurige Lebensgeschichte vom blinden Otto, einem Mann der zweimal vom Schicksal hart getroffen wurde. Erst zeugt er ein Kind (Dimitri, das in ein Waisenhaus gegeben wird) mit seiner Schwester Martha (die im Kindbett stirbt). Und dann, 35 Jahre später, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Ottos zweites Kind, seine Tochter Anna verliebt sich in den Soldaten Dimitri, der unterwegs ist an die Front. Aber da gibt es noch Victor, ein Freund des Hauses, der soll im Auftrag Ottos helfen… 

In Der Sprechhund prallen die großen Emotionen des Films gegen die kleinen Emotionen des alltäglichen Lebens, Biographisches auf Fiktion, Realitäten auf Illusionen. 

»Wo der Protagonist im Film seine Geschichte einem geduldigen Sprechhund erzählen kann, ist der Zuhörer im normalen Leben manchmal launisch und schafft sich seine eigene Wirklichkeit. Es ist schwer, den Zuhörer am Zuhören zu halten. Inspiration für meine Arbeit an »Der Sprechhund« ist das Pirandell’sche Dilemma: Ich existiere, aber ich weiss nicht, wer ich bin, weil ich in den Augen der Anderen nur bestehe, während es keine einzige Ga- rantie gibt, dass ich auch der bin, der die anderen denken, dass ich bin. Meine Realität besteht aus dem, was ich für die anderen zu Sein scheine, womit Realität und Schein das Gleiche geworden sind.« Andreas Vonder 

»Sprechhund« ist ein Begriff aus der Filmwelt. Er ist ein preiswerter Trick, dem Zuschauer notwendige Informationen zukommen zu lassen. In vielen Filmen hat der Protagonist einen Freund oder eine Freundin, eine Mutter oder einen Psychiater, dessen einzige Funktion es ist, dass der Protagonist ihm unbegrenzt sein Herz ausschütten kann. Auf diese Weise erhält das Publikum wichtige Informationen über die Geschichte. Ein »Sprechhund« ist nur ein Ansprechpartner, eine Notlösung, ein Verlegenheitstrick. In einem wirklich guten Szenario hat niemand einen »Sprechhund« nötig. 

Der Sprechhund ist die dritte gemeinsame Arbeit des Regisseurs Frank Heuel und des niederländischen Autors Andreas Vonder. Nach www.hotel.e und MODUS gehen sie ihren ganz speziellen Weg des »work in progess« weiter, bei dem das Schreiben des Stückes und der Probenprozess unmittelbar ineinander übergehen.

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Judith Lodewijks, Bettina Marugg, Georg Lennarz, Harald Redmer, David Fischer 
TEXT Andreas Vonder
REGIE UND RAUM Frank Heuel
EINE PRODUKTION des fringe ensemble/phoenix5 und De Balie, Amsterdam mit dem Theater im Pumpenhaus, Münster und dem Theater im Ballsaal, Bonn. 
GEFÖRDERT VON der Stadt Münster, der Stadt Bonn, dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und Fonds Darstellende Künste e.V.

fringe ensemble (Bonn) phoenix5 (MS) – Der Sprechhund

[php]the_field(datum);[/php]
Schauspiel
[php]the_field(titel);[/php]
[php]the_field(company);[/php]

 

von Andreas Vonder (NL) 

Fünf Schauspieler treffen sich in einem alten Studio, um den Film »Grüne Tulpen« zu synchronisieren. Sie warten auf die sechste Person, Martha Wagner, die im ersten Teil des Filmes eine tragende Rolle hat. 

Die Studiobedingungen sind nicht optimal. Die Schauspieler müssen improvisieren, um immer wieder kreative Lösungen für die Aufnahmen zu finden. 

Der Film »Grüne Tulpen« erzählt die traurige Lebensgeschichte vom blinden Otto, einem Mann der zweimal vom Schicksal hart getroffen wurde. Erst zeugt er ein Kind (Dimitri, das in ein Waisenhaus gegeben wird) mit seiner Schwester Martha (die im Kindbett stirbt). Und dann, 35 Jahre später, scheint sich die Geschichte zu wiederholen. Ottos zweites Kind, seine Tochter Anna verliebt sich in den Soldaten Dimitri, der unterwegs ist an die Front. Aber da gibt es noch Victor, ein Freund des Hauses, der soll im Auftrag Ottos helfen… 

In Der Sprechhund prallen die großen Emotionen des Films gegen die kleinen Emotionen des alltäglichen Lebens, Biographisches auf Fiktion, Realitäten auf Illusionen. 

»Wo der Protagonist im Film seine Geschichte einem geduldigen Sprechhund erzählen kann, ist der Zuhörer im normalen Leben manchmal launisch und schafft sich seine eigene Wirklichkeit. Es ist schwer, den Zuhörer am Zuhören zu halten. Inspiration für meine Arbeit an »Der Sprechhund« ist das Pirandell’sche Dilemma: Ich existiere, aber ich weiss nicht, wer ich bin, weil ich in den Augen der Anderen nur bestehe, während es keine einzige Ga- rantie gibt, dass ich auch der bin, der die anderen denken, dass ich bin. Meine Realität besteht aus dem, was ich für die anderen zu Sein scheine, womit Realität und Schein das Gleiche geworden sind.« Andreas Vonder 

»Sprechhund« ist ein Begriff aus der Filmwelt. Er ist ein preiswerter Trick, dem Zuschauer notwendige Informationen zukommen zu lassen. In vielen Filmen hat der Protagonist einen Freund oder eine Freundin, eine Mutter oder einen Psychiater, dessen einzige Funktion es ist, dass der Protagonist ihm unbegrenzt sein Herz ausschütten kann. Auf diese Weise erhält das Publikum wichtige Informationen über die Geschichte. Ein »Sprechhund« ist nur ein Ansprechpartner, eine Notlösung, ein Verlegenheitstrick. In einem wirklich guten Szenario hat niemand einen »Sprechhund« nötig. 

Der Sprechhund ist die dritte gemeinsame Arbeit des Regisseurs Frank Heuel und des niederländischen Autors Andreas Vonder. Nach www.hotel.e und MODUS gehen sie ihren ganz speziellen Weg des »work in progess« weiter, bei dem das Schreiben des Stückes und der Probenprozess unmittelbar ineinander übergehen.

12,- € / 9,- €
 
ES SPIELEN Judith Lodewijks, Bettina Marugg, Georg Lennarz, Harald Redmer, David Fischer 
TEXT Andreas Vonder
REGIE UND RAUM Frank Heuel
EINE PRODUKTION des fringe ensemble/phoenix5 und De Balie, Amsterdam mit dem Theater im Pumpenhaus, Münster und dem Theater im Ballsaal, Bonn. 
GEFÖRDERT VON der Stadt Münster, der Stadt Bonn, dem Ministerium für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport des Landes NRW und Fonds Darstellende Künste e.V.

Sursum Corda (MS) – Die Kunst zu zögern Robert Walser

[php]the_field(datum);[/php]
Texte und Musik
[php]the_field(titel);[/php]
[php]the_field(company);[/php]

 

Die Aufmerksamkeit, die dem Werk des Schweizer Schriftstellers Robert Walser (1878 1956) seit langem entgegengebracht wird, nimmt immer noch zu; das wird sich einmal mehr im April zeigen, wenn Walsers 125. Geburtstag gefeiert wird. Walsers Texte sind vogelhafte, behende Wesen. Leichtfüßig führen sie weg vom kraftvoll Bedeutsamen und hin zum Entzücken vor der flüchtigen Einzelheit. Bisweilen scheint die Sprache sich an sich selbst zu entzünden, als sei in ihr eine »unbekannte Lebendigkeit vorhanden, die es eine Freude sei zu wecken«. Die Prosa Walsers ist in ihrer »Werkgestalt« so glänzend unzuverlässig wie die zarten asozialen Helden, die sie bevölkern. Die wissen nicht, wo es langgeht. Bauen kann man auf sie nicht; erst recht ist mit ihnen kein Staat zu machen. Das macht ihre Größe aus. »Auf Robert Walser gestoßen, unter vielem, unter hundert anderem: das Lebendigste.« Elias Canetti

9,- € / 6,- €
 
MIT Irmhild Willenbrinck, Andreas Rammstein, Martin Jürgens 
MUSIKALISCHE BEGLEITUNG Andreas Wagner 
KONZEPTION Martin Jürgens

Sycorax (MS) – Im Märzen so wärmig

[php]the_field(datum);[/php]
Schauspiel
[php]the_field(titel);[/php]
[php]the_field(company);[/php]

nach »März« von Heinar Kipphardt 

Nach den grandiosen Erfolgen im letzten Jahr und der Teilnahme am »Festival of madness and arts 2003« in Toronto ist Sycorax wieder im Pumpenhaus. »März«, einfach »März«, Alexander« oder »die Person von mir« – spricht über sich nur in der dritten Person. 

Verschiedene Formen eines Ichs werden in diesem Mosaik über den schizophrenen Dichter Alexander März gelegt, der von den Mauern der Psychiatrie gehalten und geprägt wurde. Die Karriere als outlaw begann bei Alexander mit einer angeborenen Gaumenspalte und entwickelte sich zum psychischen Anderssein. Er sagt, ihm fehle »das Besteck«, das Werkzeug, das unverzichtbar ist in der Gesellschaft, die Sprache. Und so macht er Worte, Gedichte zu seiner Passion. Mit seiner kraftvollen Sehnsucht nach der freien Natur, innerlich immer auf der Flucht vor der gesellschaftlichen Enge, öffnet er ein Fenster in einen Zwischenraum und wandert zwischen Realitäten, die unvereinbar scheinen. 

Unter der Regie von P. Artkamp und M. Kerklau erscheint eine »Landschaft« in traumartigen, multimedial unterstützten Bildern, die es unbedingt zu entdecken lohnt. Irgendwo zwischen Winter und Frühling, irgendwo zwischen Krankheit und »Normalität«. 

Unser Kommentar: Nicht übertrieben. Geschmeidigkeit und Spitzen konnten sogar zulegen!

9,- € / 6,- €
 
ES SPIELEN A. Brink, J. Bayer, H.-J. Blümel, M. Klockenbusch, S. Brüffer, F. Brandt, S. Schmidt, A. Balke, A. Schäfer, A. Kloster- kamp, G. Terbaum, J. Nahamowitz, K. Schön- berger, L. Blomberg, U. Grewe
KÜNSTLERISCHE LEITUNG/REGIE P. Artkamp, M. Kerklau
UNTERSTÜTZT VON Theater im Pumpenhaus, Kulturamt und Gesundheitsamt Stadt Münster, Fonds Soziokultur, Stiftung Siverdes, VHS Münster, Förderkreis Sozialpsychiatrie und Förderkreis Sycorax e.V.