19.04.2010 – Heike Hano / MZ: Morgenstund hat Gezwitscher im Ohr

Pressespiegel

 

19.04.2010 – Heike Hano / MZ
Morgenstund hat Gezwitscher im Ohr

Das Pumpenhaus verneigte sich mit einem Birdwatcher Breakfast vor den Rieselfeldern

5.30 Uhr aufstehen – an einem Samstagmorgen – das ist hart. Die Entschädigung, die die Gäste des Birdwatcher Breakfasts am Samstagmorgen in den Rieselfeldern jedoch enthielten, wog alle Müdigkeit um das Tausendfache auf.

Bei Nebel und Temperaturen knapp über Null Grad kamen rund 150 Natur-, Kultur- und Vogelfreunde um 6.30 Uhr an der Biologischen Station der Rieselfelder zusammen, um den Tag mit einem ausgedehnten Spaziergang durch das Biotop zu beginnen. Das Theater im Pumpenhaus feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen und verneigte sich mit dem Frühstück vor dem großen Vogelschutzgebiet und vor der Arbeit, die hinter dem Erhalt steht.

An der Entstehung des autonomen Mikrokosmos‘ hat das Pumpenhaus maßgeblichen Anteil: Seit 1901 wurden über 70 Jahre hinweg Abermillionen Liter Schmutzwasser von der Adresse des Theaters, Gartenstraße 123, in die gut sechs Kilometer entfernten Rieselfelder gepumpt. So entstand das einmalige Biotop.

Führung mit „Gezwitscher-Profilern“

In jeweils zwei Gruppen wurden die Frühaufsteher von Ornithologen, so genannten „Gezwitscher-Profilern“, durch das riesige Naturschutzgebiet geführt – stets mit einem wachsamen Ohr für die vielen Vogelstimmen, die die kühle und frische Luft erfüllten.
Das „Fütterungsteam“ des Pumpenhauses sorgte zusammen mit der Roestbar und der Bäckerei Cibaria dafür, dass die Gäste ausreichend mit Kaffee und Brötchen versorgt waren.

Das Konzept – ein soziales und relaxtes Event zu kreieren – ging auf. Nach der Führung saßen die unterschiedlichsten Menschen nebeneinander, hielten ihr Gesicht in die Sonne und tauschten sich über ihre Beweggründe für die Teilnahme am Birdwatcher-Breakfast aus.

Veranstalter von Resonanz überwältigt

„Das ist einfach so schön und toll hier“, tat Besucherin Natalie Schönleber ihre Begeisterung kund und fuhr fort: „Sonst würde ich nie auf die Idee kommen so früh aufzustehen und hierhin zu fahren. Super, dass das Pumpenhaus diese Aktion organisiert hat.“ Ludger Schnieder, Leiter des Pumpenhauses, war von der großen Resonanz überwältigt: „Wir hatten gedacht, dass diese Aktion 20 bis 30 Leute anspricht. Aber jetzt sind hier ja über hundert Menschen.“