13.04.2010 – Johannes Loy / Westfälischen Nachrichten: Kulturelle Saat trägt Früchte – 80 000 Euro mehr fürs Pumpenhaus

Pressespiegel

 

13.04.2010 – Johannes Loy / Westfälischen Nachrichten
Kulturelle Saat trägt Früchte – 80 000 Euro mehr fürs Pumpenhaus

Münster – Das Pumpenhaus in Münster feiert in den kommenden Wochen nicht nur sein silbernes Jubiläum. Die in den vergangenen Jahren unter Intendant Ludger Schnieder geleistete und von vielen engagierten Tänzern und Schauspielern unterfütterte kulturelle Arbeit wird nun zusätzlich „versilbert“. Das Land Nordrhein-Westfalen wird von 2010 bis 2012 zusätzlich 80 000 Euro pro Saison in die münstersche Spielstätte investieren. Der CDU-Kulturpolitiker und Landtagsabgeordnete Thomas Sternberg und der Kulturdezernent der Regierung Münster, Hans-Peter Boer, nutzten gestern die Gelegenheit, zusammen mit Intendant Ludger Schnieder auf erfolgreiche Theaterarbeit in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zu schauen.
Dass das Pumpenhaus Münster zur ersten Liga der so genannten Freien Theaterszene gehört, zeigt die Tatsache, dass das Land NRW nur drei Theater dieser Art landesweit zu den besonders erfolgreich und innovativ arbeitenden Spielstätten zählt und mit zusätzlichen Finanzmitteln ausstattet. Neben Münster ist noch das FFT (Forum Freies Theater) Düsseldorf und der Ringlokschuppen in Mülheim an der Ruhr mit von der Partie.
„Das ist für uns ein Griff in den Honigtopf“, kommentierte Ludger Schnieder gestern gewohnt wortmächtig den Achtungserfolg der Spielstätte an der Gartenstraße. „Wir betrachten dies als Anerkennung unserer guten Arbeit!“ Die 80.000 Euro kommen aus zwei Fördertöpfen. Zum einen sind es 40.000 Euro für besonders herausragende und modern arbeitende Spielstätten, die anderen 40.000 Euro hatte das Pumpenhaus zur Förderung seines vielfach gelobten Tanztheater-Programms beantragt. Diese wurden nun ebenfalls durch das Land bewilligt. Thomas Sternberg und Hans-Peter Boer würdigten gestern vor allem die kulturelle Basis-Arbeit des Pumpenhauses. Neben hochkarätigen Gastspielen sei hier der Nährboden für viele hoffnungsvolle Talente der Theaterszene bereitet worden.
Ludger Schnieder weiß auch schon, wofür die Fördermittel ausgegeben werden sollen. Zum einen wird das Pumpenhaus einen zusätzlichen Raum für Tanztheaterproben im Probezentrum Hoppengarten anmieten, damit sich etwa lokale Tanzgruppen noch besser profilieren können. Außerdem soll das Geld für drei bis vier qualitativ hochwertige Produktionen pro Saison verwendet werden. Diese dürften den Ruf des Pumpenhauses als landesweit geachtete Spielstätte weiter nachhaltig stärken.